Mechaniker aus Leipzig entführte und missbrauchte zwei kleine Mädchen

Mit diesem Phantombild fahndete die Polizei im vergangenen Jahr nach dem Kinderschänder aus Leipzig.
Mit diesem Phantombild fahndete die Polizei im vergangenen Jahr nach dem Kinderschänder aus Leipzig.  © Polizei

Leipzig - Das Geständnis des Instandhaltungsmechanikers aus Leipzig wiegt schwer.

Der 47 Jahre alte Mann hat am Dienstag am Leipziger Landgericht den Missbrauch zweier kleiner Mädchen zugegeben. 2002 entführte er eine damals Siebenjährige, fuhr mit ihr zur Kiesgrube Rückmarsdorf und verging sich an ihr. Nicht einmal eine Stunde nach der Entführung setzte er das missbrauchte Kind in Lindenau ab. "Es war nicht so geplant", zitiert die "Leipziger Volkszeitung" den Kinderschänder.

14 Jahre später schlug der Angeklagte wieder zu. Am 17. März 2016 spricht er ein zehnjähriges Mädchen an, das gerade auf dem Heimweg von der Schule war. Sein Handy sei ihm unter den Sitz gefallen, ob sie ihm nicht kurz helfen könne. Als sich das Kind unter den Autositz bückt, um nach dem Telefon zu suchen, schubst er es in seinen Opel und fährt hinter eine Brücke an der Autobahn 38. Dort drohte der Altlindenauer der Kleinen: "Mache mit oder wir machen es auf die harte Tour!" Eine Stunde später setzt er das missbrauchte Mädchen in Knauthain ab.

Danach sucht die Kriminalpolizei ein halbes Jahr lang nach dem Täter, wendet sich mit einem Phantombild an die Öffentlichkeit. Nach seiner Festnahme gesteht der Angeklagte nicht nur die letzte Kindesentführung samt Missbrauch, sondern auch die Tat von 2002.

Der Kinderschänder arbeitete als ehrenamtlicher Betreuer in einem Leipziger Sport-Verein. Auf seiner Festplatte wurden 104 Kinderporno-Dateien gefunden.

Nach drei weiteren Verhandlungstagen wird das Landgericht ein Urteil fällen.