Ist die Fahrradhelm-Kampagne sexistisch?: Sophia Thomalla schießt scharf

Berlin - Die Kampagne des Verkehrsministeriums erhitzt die Gemüter: Leicht bekleidete Models, die für das Tragen von Fahrradhelmen werben (TAG24 berichtete). Nun spricht auch Sophia Thomalla (29) Klartext und verteidigt die Aktion.

Die Germany's Next Topmodel-Kandidatin Alicia als Gesicht der Kampagne "Looks like shit. But saves my life" wirbt für das Tragen eines Fahrradhelms.
Die Germany's Next Topmodel-Kandidatin Alicia als Gesicht der Kampagne "Looks like shit. But saves my life" wirbt für das Tragen eines Fahrradhelms.

Via Instagram hat sich die Berlinerin zu Wort gemeldet und Stellung zu den Sexismus-Vorwürfen um die umstrittene Fahrradhelmkampagne von Verkehrsminister Andreas Scheuer (44, CSU) bezogen.

"Und einmal mehr die Sexismus Keule - war ja irgendwie nicht anders zu erwarten", beginnt die Moderatorin ihr Posting.

Und sie fuhr fort mit einer klaren Aussage: "Die, die gar nicht Zielgruppe sind, regen sich auf und sorgen für den Medienwirbel. Und die, die es ansprechen soll (Zielgruppe GNTM!), spricht es definitiv an."

Die 29-Jährige stellte daraufhin die Frage: "War es nicht vielleicht auch Sinn dieser Kampagne, dass man diese sich anschaut, darüber sofort herzieht und diskutiert - also damit polarisiert?"

Ihrer Ansicht nach sei "der Hauptbeweggrund, warum junge Leute keinen Helm tragen" nämlich, "dass es verdammt scheiße" aussehe, wie sie weiter erklärt und zugibt, dass sie das aus ihrer Jugend kennt: "Kenne ich von mir selber damals."

Ihr Fazit fällt eindeutig aus: "Und die sonstigen Motive sprechen nun wirklich nur alte Leute und/ oder Spießer an - wobei auch das seine Berechtigung hat (sollen schließlich auch Helm tragen). Meine Meinung also: top Kampagne! Und FUNKTIONIERT!", schloss sie ihr Posting.

Sophia Thomalla findet die Fahrradhelm-Dessous-Kampagne gut. (Bildmontage)
Sophia Thomalla findet die Fahrradhelm-Dessous-Kampagne gut. (Bildmontage)  © DPA

Mit dieser Ansicht kommt die 29-Jährige bei ihren Fans super an. "Danke! Endlich sagt es mal jemand, der mit seiner Meinung eine gewisse Reichweite durch Medienpräsenz hat", lobt eine Userin.

Und eine andere findet: "Wenn der Kopf auf dem asphaltierten Boden schlägt 'ohne Helm' sieht auch nicht mehr schön aus. Niemand wollte wohl in der Jugend Helm tragen 😁 ich finde die Kampagne gut." Aber es gibt auch ironsiche Stimmen unter den Kommentaren. Einige bewerteten die Aktion als "peinlich oder "sexistisch".

Hintergrund: Offiziell will das Bundesverkehrsministerium am heutigen Dienstag die Plakataktion "Looks like shit. But saves my life." starten. Auf Deutsch heißt das: "Sieht scheiße aus. Aber rettet mein Leben." Man wolle mit den Bildern – die leicht bekleidete Models, unter anderem eine GNTM-Teilnehmerin zeigen – die "schwer erreichbare Zielgruppe" der 17- bis 30-Jährigen ansprechen.

Das Ministerium sei "überzeugt", diese junge Zielgruppe mit der Kampagne (Kostenpunkt rund 400.000 Euro) zu erreichen. Es stehe auch "immer noch hinter den Motiven".

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