Massenhaft Minderjährige sexuell missbraucht: So lautet das Urteil

Frankfurt am Main - Auf den Philippinen hat er massenhaft Minderjährige sexuell missbraucht, dafür ist ein 53-Jähriger nun in Frankfurt zu zehn Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden.

Der Prozess um den massenhaften sexuellen Missbrauch von Minderjährigen wurde vor dem Landgericht Frankfurt geführt.
Der Prozess um den massenhaften sexuellen Missbrauch von Minderjährigen wurde vor dem Landgericht Frankfurt geführt.  © DPA/123RF (Fotomontage)

Das Landgericht Frankfurt ging am Dienstag von insgesamt 45 Straftaten aus.

Weil Gericht und Staatsanwalt lediglich Bilder vorlagen, konnte nicht genau geklärt werden, wie oft Kinder unter 14 Jahren unter den Opfern waren. Das Gericht verurteilte den Angeklagten in sechs Fällen wegen Versuchs.

Neben dem sexuellen Missbrauch selbst wurde auch die "Verabredung zum Verbrechen" geahndet: Der Mann rief vor den Treffen Eltern oder Verwandte der Opfer an und äußerte spezielle Wünsche.

Der Täter hielt sich seit 2009 dauerhaft auf den Philippinen auf. Als seine Lebensgefährtin ein Kind zur Welt brachte, kehrte er Ende 2017 nach Deutschland zurück.

Anfang 2018 wurde er festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Vor Gericht legte er ein Geständnis ab.

Sicherungsverwahrung wegen "allgemeiner Gefährlichkeit"

Ein psychiatrischer Sachverständiger hatte dem Gericht nach der Haft Sicherungsverwahrung empfohlen – wegen "allgemeiner Gefährlichkeit".

Im Strafmaß lagen die Richter sogar noch zwei Jahre über dem Antrag der Generalstaatsanwaltschaft. Sie hatte in dem mehrere Monate dauernden Verfahren die Anklage übernommen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: DPA/123RF (Fotomontage)

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