Dynamo ist auf der Suche nach dem Lachen

Dresden - Mit der SG Dynamo Dresden ist es derzeit wie mit Timm Thaler. Der Junge hat sein Lachen verkauft, Dresden hat es verloren. Es ist derzeit nicht vorhanden. Beim Training im Großen Garten arbeiten die Jungs konzentriert, fokussiert, aber auch still und in sich gekehrt. Die Romanfigur erhielt das Lachen am Ende zurück. Genau das haben die SGD-Profis um Kapitän Marco Hartmann gegen Wiesbaden auch vor.

Gesprächsbedarf: Kapitän Marco Hartmann diskutiert nach dem 1:3 in Stuttgart mit seinem Stellvertreter Jannik Müller (r.).
Gesprächsbedarf: Kapitän Marco Hartmann diskutiert nach dem 1:3 in Stuttgart mit seinem Stellvertreter Jannik Müller (r.).  © imago images/Steffen Kuttner

Dass die Stimmung nicht die beste ist, dürfte nach fünf Punktspielpleiten am Stück keinen verwundern. Das Team ist im Keller, das Selbstvertrauen auch. Da lacht halt auch keiner.

Doch irgendwer muss den Knoten lösen, die Mauer durchbrechen, um mal wieder ein Stück weit gelöster zu sein. Das gelingt am ehesten mit einem Erfolgserlebnis:

"Es kann für uns nur darum gehen, gegen Wiesbaden zu gewinnen und sich von der Tabelle zu lösen. Wenn du darauf guckst, wird dir ja ein Sieg auch nicht reichen, um da unten rauszukommen. Also macht es keinen Sinn, darauf zu schauen. Wir kommen nicht drumherum, dass man am Freitag einfach gewinnen muss", sagt Kapitän Marco Hartmann.

Doch wie es gegen einen kantigen, eklig zu bespielenden Gegner klappen soll, weiß auch der 31-Jährige nicht:

"Einreden kannst du es dir nicht. Am Freitag alles raushauen und gegen einen Gegner gewinnen, der schlagbar ist. Wenn ich den Jungs in die Augen sehe, erkenne ich schon, dass es bei allen nagt. Aber ich sehe auch, dass alle wollen. Das Gefühl habe ich", sucht er positive Dinge.

Wenn Dynamo Dresden seine Chancen macht, kommt das Lachen zurück

Zu spät gekommen: Dynamo-Kapitän Marco Hartmann zeigte in Stuttgart Einsatz, erwischte mit dieser Grätsche aber nur die Ferse von Orel Managala. Gelb war die Folge. Doch diese Einsatz braucht es - von allen.
Zu spät gekommen: Dynamo-Kapitän Marco Hartmann zeigte in Stuttgart Einsatz, erwischte mit dieser Grätsche aber nur die Ferse von Orel Managala. Gelb war die Folge. Doch diese Einsatz braucht es - von allen.  © imago images/Robin Rudel

Positiv ist für den Kapitän, der solche eine Situation nach eigenem Bekunden noch nicht erlebt hat, auch die Tatsache, dass Trainer Cristian Fiel nicht in puren Aktionismus verfällt und im Training wilde Dinge macht - ein Kurzzeittrainingslager zum Beispiel.

Hartmann ist wie sein Coach kein Freund davon: "Das ist auch absoluter Quatsch. Sondermaßnahmen suggerieren immer eine Art Teambuilding. Du musst dich auf dem Platz auf die Leute verlassen können. Ich kann das."

Und er sieht trotz dieser fast schon unglaublichen Pleitenserie noch einen dritten positiven Aspekt: "So viele Torchancen wie in Stuttgart und in Berlin hätten wir uns zuvor gewünscht."

Jetzt muss Dresden die nur noch reinmachen, "um einfach für dich wieder das Vertrauen und die Ruhe reinzubringen", wie "Harti" sagt.

Klappt das, kommt auch das Lachen zurück - so wie bei Timm Thaler.

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0