Jetzt also doch: Dynamo legt nach Darmstadt-Spiel Einspruch ein!

Dresden - Noch am Samstag hieß es, dass die SG Dynamo Dresden nicht gegen die Wertung des Spiels beim Zweitliga-Heimspiel zwischen der SGD und dem SV Darmstadt vorgehen wird. Am Sonntag dann die Kehrtwende: Die Schwarz-Gelben haben fristgerecht Einspruch beim Deutschen Fußballbund (DFB) eingelegt!

 Dynamos Patrick Schmidt (5.v.l.) erzielt gegen Darmstadts Torwart Marcel Schuhen das Tor zum 3:3. Das Tor wird nach Videobeweis wieder aberkannt.
Dynamos Patrick Schmidt (5.v.l.) erzielt gegen Darmstadts Torwart Marcel Schuhen das Tor zum 3:3. Das Tor wird nach Videobeweis wieder aberkannt.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge äußerte sich im offiziellen Statement der Dynamos wie folgt: "Wir haben uns noch einmal in aller Ruhe und mit etwas Abstand zu den Geschehnissen am Freitagabend in Dresden juristischen Rat und regeltechnische Expertise von unabhängigen Experten eingeholt und sind zum Ergebnis gekommen, dass wir das äußerst umstrittene Zustandekommen der Niederlage gegen Darmstadt nicht einfach so hinnehmen können."

Entsprechend sieht er die "Geschäftsführung dazu verpflichtet, Schaden von unserem Verein fernzuhalten. Deshalb haben wir am späten Sonntagabend fristgemäß Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingereicht, weil unserer Meinung nach laut der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ein Regelverstoß des Schiedsrichters vorlag und so der Ausgang des Spiels gegen Darmstadt zu unserem Nachteil beeinflusst wurde".

Jetzt geht Dynamo gegen die Wertung des Spiels vor!

Die SGD in dieser Saison das zweite Mal vom VAR benachteiligt

Schiedsrichter Michael Bacher erkennt nach Videobeweis das Tor zum 3:3 wieder ab.
Schiedsrichter Michael Bacher erkennt nach Videobeweis das Tor zum 3:3 wieder ab.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Beim Stand von 2:3 für die Gäste und nach dem vermeintlichen Ausgleich von Patrick Schmidt, schritt der Videoassistent, Florian Badstübner, ein und gab Hauptschiri Michael Bacher den Hinweis, sich die Szene noch einmal anzusehen. Dieser nahm nach Überprüfung der Bilder den Treffer schließlich zurück.

Der Druck auf das Schiedsrichter-Gespann und dessen Entscheidung wird indes von allen Seiten immer immenser.

Für die SGD geht es derweil um alles. Im Kampf um den Klassenerhalt brauchen die Schwarz-Gelben jeden Punkt. Das aberkannte Tor und der Verlust des somit womöglichen Punktes schmerzt beim Blick auf die Tabelle ungemein.

Wohl auch deshalb versucht man nun alles, um doch noch an Punkte zu gelangen.

Für Dynamo ist es in dieser Saison bereits das zweite Mal, dass man sich durch den VAR benachteiligt sieht.

"Bereits im Sachsenderby am 8. Spieltag wurde uns auf diese Weise ein regulärer Treffer aberkannt. Durch solche gravierenden Fehlentscheidungen wird der Fair-Play-Gedanke im Fußball mit Füßen getreten", heißt es weiter in der Stellungnahme.

Man möchte mithilfe dieses Protestes gar ein Exempel statuieren: "Wir wollen mit unserem Protest auch Klarheit schaffen, wann und wie der Videobeweis im deutschen Fußball einschreiten darf. Wir konnten rund um die Geschehnisse in der 72. Spielminute und dem Einschreiten des VAR einmal mehr nicht erkennen, dass damit eine eindeutige Fehlentscheidung des Schiedsrichters auf dem Platz korrigiert werden sollte", so Michael Born, der kaufmännische Geschäftsführer von Dynamo.

Das zuständige DFB-Sportgericht wird wohl zeitnah entscheiden, wie es im Falle des Einspruchs der Dynamos weiter verfahren wird.

Beim Freitagabendspiel gegen Darmstadt 98 traf Dynamo-Angreifer Patrick Schmidt in der 72. Spielminute zum vermeintlichen 3:3-Ausgleich. Nach Intervention aus dem Kölner Keller, ging Schiri Bacher schließlich zum Monitor am Spielfeldrand und erkannte den Treffer ab.

Update 14.07 Uhr:

Nun hat sich auch Darmstadt zum Protest geäußert. "Da der Schiedsrichter sich die Szene im Anschluss in der Review-Area angeschaut und bewertet hat, gehen wir wie in dem von Hannover 96 im November angestrengten Einspruchsverfahren von einer unanfechtbaren Tatsachenentscheidung aus", so Manager Carsten Wehlmann.

Dynamos Patrick Schmidt jubelt nach seinem Tor zum 3:3. Die Freude währte nicht lange.
Dynamos Patrick Schmidt jubelt nach seinem Tor zum 3:3. Die Freude währte nicht lange.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Der Aufreger des Spiels. Schiri Bacher nimmt den Treffer zurück.
Der Aufreger des Spiels. Schiri Bacher nimmt den Treffer zurück.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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