Dynamo Dresden: So sehr leidet Ralf Minge im Abstiegskampf

Dresden/Nürnberg - Das Spiel von Dynamo Dresden in Nürnberg war längst vorbei, das 0:2 Weiß auf Rot an der Anzeigetafel zementiert, da saß Ralf Minge immer noch wie versteinert auf seinem Platz auf der Pressetribüne.

Sportgeschäftsführer Ralf Minge leidet mit Dynamo.
Sportgeschäftsführer Ralf Minge leidet mit Dynamo.  © Lutz Hentschel

Nicht nur das Flutlicht ließ sein Gesicht aschfahl erscheinen. Der 59-Jährige lebt und leidet Dynamo.

Von seinen Minuten in Nürnberg von vorm Spiel bis weit danach kann man ein Psychogramm erstellen.

Es würde nicht gut aussehen. Er hat längst zugegeben, dass ihm Fehler unterlaufen sind, doch die hat er nicht allein gemacht.

Kristian Walter ist Kaderplaner, doch Minge hält den Kopf hin und bekommt (nicht nur) von der Mannschaft seit Monaten immer und immer wieder draufgeschlagen.

Er saß ruhig da, redete kaum, zeigte beim 0:1 (33.) keine sichtbare Regung, ging zur Pause zu Sky. Es waren die einzigen Worte, die er mit den Medien wechselte.

In der zweiten Hälfte war von hinten immer wieder mal eine Regung zu erkennen. Bei Moussa Konés (48.) Chance, beim 0:2 (53.). Und dann rutschte der Sportgeschäftsführer immer mehr in sich hinein.

Minge schüttelte den Kopf, ganz leicht, aber vernehmbar, ganz lang.

Er blieb nach Schlusspfiff sitzen. Minutenlang. Regungslos. Er weiß: Der Berg an Arbeit ist groß. Zu groß? Am Freitagabend konnte er einem leidtun. Diese Mannschaft hat er nicht verdient, obwohl er sie mit zusammengestellt hat.

Dynamo-Sportdirektor Ralf Minge verfolgte das Geschehen in Nürnberg mit versteinerter Miene.
Dynamo-Sportdirektor Ralf Minge verfolgte das Geschehen in Nürnberg mit versteinerter Miene.  © Picture Point/ Sven Sonntag

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