Stimmung bei Dynamo im Keller? Kein Feuer, kein Biss, kein Elan!

Dresden - Sprang bei der Motivationsrede der Funken nicht über oder lag es an den ekligen Wetterbedingungen? Die Arbeitsmoral der Dynamos stimmte bei der 0:2-Niederlage gegen Kiel nicht bei allen. Stattdessen motzten sich die Schwarz-Gelben auf dem Platz gegenseitig an. Je nach Ansichtssache kann man das als Motivation oder Frust auslegen.

Dynamo-Coach Maik Walpurgis hob frustriert die Hände. Die Leistung seiner Mannschaft gegen Kiel war ein echter Rückschritt.
Dynamo-Coach Maik Walpurgis hob frustriert die Hände. Die Leistung seiner Mannschaft gegen Kiel war ein echter Rückschritt.  © Lutz Hentschel

Feuer, Kampfgeist, Geschlossenheit: Das alles war gegen Kiel kaum zu sehen - zumindest nicht bei jedem. Was manche Dynamos binnen der ersten 45 Minuten ablieferten, war nicht mit anzusehen. Halbherzige Zweikämpfe, kein Elan und kein Teamgedanke!

Einige Zuschauer, die den zweiten Advent auch gemütlicher hätten verbringen können, quittierten schon in der Pause die Vorstellung mit Pfiffen. Anschließend wurde in den Sozialen Netzwerken ordentlich nachgeledert: "Die Fans rennen bei diesem Dreckwetter ins Stadion, mancher gibt sein letztes Hemd... Und diese Pfeifen schleichen planlos über den Platz!"

Doch nicht nur im so genannten "emotionalen Umfeld" scheint die Stimmung zu kippen, auch in der Mannschaft herrscht alles andere als Friede, Freude, Eierkuchen.

Zum Beispiel, als Jannis Nikolaou für ein Foul die Gelbe Karte sah (29.), weil er den Fehler eines schläfrigen Kollegen ausmerzen musste.

Kiel jubelt, Dynamo ist am Boden: Patrick Ebert versucht, seinen Kollegen Moussa Koné nach Spielende zu trösten und aufzurichten.
Kiel jubelt, Dynamo ist am Boden: Patrick Ebert versucht, seinen Kollegen Moussa Koné nach Spielende zu trösten und aufzurichten.  © Lutz Hentschel

"Ich wollte meine Kollegen mitreißen, ein Zeichen setzen", versuchte er mit Klatschen und Brüllen, seine Mitspieler wachzurütteln.

Auch Rico Benatelli und Patrick Ebert waren in der zweiten Hälfte, als das Mannschaftsgefüge etwas besser aussah, in ihren Emotionen kaum zu bremsen.

Angesprochen auf die fehlende Arbeitsmoral einiger Spieler blieb Trainer Maik Walpurgis ruhig - zumindest gegenüber der Presse. "Mir hat auch nicht alles auf dem Platz gefallen, das ist keine Frage", wählte der 45-Jährige seine Worte weise, erklärte das Thema aber für nicht beendet. "Das werde ich mit der Mannschaft analysieren, aber nicht in der Öffentlichkeit."

Demnach gibt's weiter stürmische Tage im schwarz-gelben Lager.

Auch bei Jannis Nikolaou (r.) und Brian Hamalainen gingen die Köpfe runter.
Auch bei Jannis Nikolaou (r.) und Brian Hamalainen gingen die Köpfe runter.  © Lutz Hentschel

Mehr zum Thema 2. Bundesliga:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0