Dynamo-Trainer Fiel huldigt Pechvogel Kevin Ehlers

Dresden - Er wollte unbedingt schießen. Und das mit 18! Vor über 70.000 Zuschauern! Kevin Ehlers bewies am Mittwoch im Pokal im Elfmeterschießen Eier. Er scheiterte nur an einer starken Parade von Thomas Kraft. Dynamo Dresden schied aus. Vorwürfe aus der Mannschaft? Null!

Der entscheidende Elfer: Kevin Ehlers entschied sich für die von ihm aus linke Ecke. Thomas Kraft lenkte die Kugel an den Pfosten.
Der entscheidende Elfer: Kevin Ehlers entschied sich für die von ihm aus linke Ecke. Thomas Kraft lenkte die Kugel an den Pfosten.  © imago images/Steffen Kuttner

"Er war einer der ersten, die sich bereiterklärt hatte. Er wollte schon bei den ersten Fünf schießen, war sehr überzeugt. So ist es im Fußball. Der Trainer hat die Reihenfolge festgelegt.

Er war der Sechste, ich wäre danach gekommen", sagt Kapitän Marco Hartmann. Auch von ihm gab es nur Trost, aufbauende Sätze und nicht ein böses Wort. Warum auch?

Trainer Cristian Fiel kam geradezu ins Schwärmen, als er über seinen Youngster sprach. "Kevin Ehlers hat gezeigt, dass er ein großer Spieler ist", so Fiel.

"Dass er, wenn er gesund bleibt, und hoffentlich bin ich jetzt nicht voller Euphorie, bald in der Liga spielt, in der Hertha spielt, das steht außer Frage", so der 39-Jährige.

Er zollte großen Respekt, dass sich Ehlers überhaupt der Verantwortung stellte und zum Punkt schritt.

"Lieber gleich am Anfang der Karriere so ein Elfmeter, wo du weißt, das kann halt auch mal passieren. Diese zwei Dinger da unten hängen zu haben und in so einem Spiel mit seinen 18 Jahren davor zu laufen, das zu machen - Hut ab", huldigt er seinen Abwehrmann.

Baute ihn gestern im Training wieder auf: Dynamo Trainer Cristian Fiel (l.) mit Kevin Ehlers.
Baute ihn gestern im Training wieder auf: Dynamo Trainer Cristian Fiel (l.) mit Kevin Ehlers.  © Lutz Hentschel

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