Fahrlässige Dynamos! Walpurgis rügt sein Team

Dresden - Ein 2:0 gegen den Tabellenletzten FC Ingolstadt 04 klingt nach einem souveränen Sieg. Über weite Teile war es das sogar.

Dynamo Coach Maik Walpurgis kritisierte das Nachlassen seiner Mannschaft nach der Pause, sprach von Fahrlässigkeit.
Dynamo Coach Maik Walpurgis kritisierte das Nachlassen seiner Mannschaft nach der Pause, sprach von Fahrlässigkeit.  © Lutz Hentschel

Bis auf ein altes Problem: Mal wieder ließ Dynamo nach, statt den Deckel drauf zu machen.

Diskussionen gab es vor der 1:0-Führung (7.). Dass Moussa Koné beim Foul von Phil Yannik Neumann einen Elfmeter zugesprochen bekam, war berechtigt, die Rote Karte jedoch übertrieben. Denn seit der Saison 2017/18 hat der DFB die Regel der „Notbremse“ angepasst. Eine Verwarnung für den Verteidiger hätte in diesem Fall gereicht.

Das spätere 2:0 (16.) gegen zehn verunsicherte Ingolstädter war die logische Folge. Bis zum Seitenwechsel hätte es sogar noch höher stehen müssen. Die Schwarz-Gelben wurden von den „Schanzern“ nicht angegriffen, konnten in Seelenruhe die Bälle verarbeiten und durch die Reihen spazieren.

In der Pause appellierte Dynamo-Coach Maik Walpurgis an seine Jungs, genau so weiterzuspielen: „Wir haben besprochen, dass wir weiter hoch attackieren, weiter Druck machen und den Stress auf den Gegner hochhalten wollten.“

Doch wie schon in mehreren Begegnungen zuvor schalteten die Dresdner zwei Gänge zurück. "Das gefällt mir nicht", war das der einzige Kritikpunkt von Walpurgis: "Diese Art und Weise gefährdet das Ergebnis."

Eine Erklärung hatte von den Schwarz-Gelben niemand so richtig. Baris Atik meint nur: "Wenn wir die kleinen Schrauben noch fester ziehen, werden wir in den nächsten Spielen nichts mehr zulassen."

Daran ist auch Walpurgis interessiert. "Wir müssen es schaffen, gegen die unbewusste Fahrlässigkeit anzukämpfen", bleibt dem 45-Jährigen sonst "zu viel Potenzial auf der Strecke liegen". Mit einem 2:0-Sieg in der Tasche konnte Walpurgis am Ende trotzdem lachen.

Strittig: Phil Yannik Neumann (r.) wird von Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck mit Rot des Feldes verwiesen. Gelb hätte laut Reglement gereicht.
Strittig: Phil Yannik Neumann (r.) wird von Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck mit Rot des Feldes verwiesen. Gelb hätte laut Reglement gereicht.  © Lutz Hentschel

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