Hartmann und Dynamo bleibt der Klos im Hals stecken

Dresden - Dieser Klos war unbekömmlich, er schmeckte Dynamo nicht, er blieb förmlich im Halse stecken. Bielefelds Torjäger Fabian Klos war in der zweiten Hälfte an allen Toren und spielentscheidenden Szenen beteiligt.

Fabian Klos (re.) bekamen Marko Hartmann und die gesamten Hintermannschaft nicht in den Griff.
Fabian Klos (re.) bekamen Marko Hartmann und die gesamten Hintermannschaft nicht in den Griff.  © Lutz Henschel

Der Arminia-Sturmtank war der Gegenspieler von Marco Hartmann und er wiederum wirkte nicht fit.

Vielleicht entschied sich die Partie bereits nach 30 Minuten. Beim Stand von 2:0 hatte Dresden eine Ecke. Hartmann griff sich mehrmals an die Hüfte, nahm vom Feld aus Kontakt zur Trainerbank auf, humpelte in den Strafraum und griff sich nach dem Eckball wieder an die lädierte Stelle.

Hätte er da schon vom Feld gemusst? Wollte er runter? Trainer Maik Walpurgis: "Nein. Er bekam einen Schlag auf die Hüfte. Da hat es den Nerv mit erwischt, Marco hatte ein Kribbeln gespürt. Deshalb hat er mit der medizinischen Abteilung kommuniziert. Der Grund für die zweite Hälfte war das nicht."

Dennoch brach es über Hartmann und Dynamo in der zweiten Hälfte rein. Klos und der eingewechselte Reinhold Yabo scheuchten die SGD-Abwehr ein ums andere Mal auf.

Die Entscheidung: Julian Börner (2.v.l./Nr. 13) hat geköpft, der Ball segelt zum 3:4 ins Dresdner Tor, in dem auch Markus Schubert nichts mehr retten kann.
Die Entscheidung: Julian Börner (2.v.l./Nr. 13) hat geköpft, der Ball segelt zum 3:4 ins Dresdner Tor, in dem auch Markus Schubert nichts mehr retten kann.  © Imago

Eklatant waren dabei die Schnelligkeitsvorteile der Bielefelder. Aber nicht nur Hartmann kam nicht mehr hinterher. Auch Sören Gonther und Jannik Müller betraf das.

Dabei zeigte DSC-Coach Uwe Neuhaus sein Näschen, das merkte "Harti" auf dem Platz ganz genau. Er stellte die Spielweise seiner Mannschaft nach dem 1:3 zur Pause komplett um. "In der ersten Hälfte haben wir sie kontrolliert, weil sie durchs Mittelfeld kombinieren wollten, das nicht hinbekommen haben und nur über diagonale Bälle zum Erfolg kommen wollten. In der zweiten Hälfte haben sie sehr schnell, sehr einfach lang geschlagen und sind so leicht durchgekommen. Wir haben die Kopfballduelle verloren, haben nicht abgesichert. Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht. Da war ich auch dabei und dann verlierst du sein ein Spiel."

Symptomatisch für die Worte des Kapitäns war der Ausgleich zum 3:3. Bei einem Abschlag von Keeper Stephan Ortega stand Dynamo komplett falsch. Klos nahm den Ball runter, Hartmann zog ihn, der Stürmer fiel und verwandelte den Elfmeter (69.).

Zehn Minuten später dasselbe Spiel. Wieder war Klos entwischt, wieder foulte Hartmann, diesmal als letzter Mann - Rot! Den Freistoß köpfte Klos zu Julian Börner und das war es.

Mehr zum Thema Dynamo Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0