Dynamo-Spiel in Köln kommt für Müller zu früh

Dresden – Seit Monaten hat sich Dynamos Jannik Müller auf das Auswärtsspiel bei seiner alten Liebe, dem 1. FC Köln, gefreut.

"I walk in the park ...", macht sich Jannik Müller (r.) mit Läufen durch den Großen Garten wieder fit. Physio Tobias Lange führt Protokoll, ihm entgeht nichts.
"I walk in the park ...", macht sich Jannik Müller (r.) mit Läufen durch den Großen Garten wieder fit. Physio Tobias Lange führt Protokoll, ihm entgeht nichts.  © Imago

Doch weil sich seine Verletzung länger hinzog als geplant, muss er nun schmerzlich passen, obwohl er körperlich wieder komplett schmerzfrei ist.

Für Müller kommt die Partie ein paar Wochen zu früh. "Realistisch gesehen stehen die Chancen gen null, dass ich in Köln dabei bin", wirkt der 24-Jährige sichtlich enttäuscht, wenn es um das Spiel gegen seinen Jugendverein geht. "Da muss man auch mal in den sauren Apfel beißen und das akzeptieren."

Grund: Erst morgen wird Müller nach zwei Monaten Verletzungspause wieder voll ins Training einsteigen - zu kurzfristig für einen Einsatz am Sonnabend.

Seit einem Testspiel im September fehlt Müller bei den Schwarz-Gelben. Ihn plagten starke Schmerzen oberhalb des Sprunggelenks, wo er im April nach einem Bruch operiert wurde.

Den K-Block rauf und runter: Für Jannik Müller geht es Schritt für Schritt vorwärts. Morgen, so hofft er, kann er nach zwei Monaten Pause wieder mit der Mannschaft trainieren.
Den K-Block rauf und runter: Für Jannik Müller geht es Schritt für Schritt vorwärts. Morgen, so hofft er, kann er nach zwei Monaten Pause wieder mit der Mannschaft trainieren.  © Imago

Da der Knochen von damals nicht optimal zusammenwuchs, musste zuletzt bei einem weiteren Eingriff überflüssiges Knochenmaterial entfernt werden. Dazu kam, dass sich die Stelle entzündete. "Da musste ich nochmal unters Messer", lief die Zeit gegen Müller und "sein Spiel".

Zu gern wäre er in dem Stadion aufgelaufen, wovon er zu alten Kölner Zeiten immer geträumt hat. Und wo vorbeigefahren ist, wenn es zum Training ging. "Aber ich denke, dass ich noch paar Jahre vor mir habe. Vielleicht kommt da das eine oder andere Duell in Köln noch zustande."

Auch wenn er nicht zum Aufgebot zählen wird, möchte Müller trotzdem gern in die Domstadt mitreisen. "Mein Vater wird am Samstag 60 Jahre alt", will Müller im Stadion neben ihm sitzen. Dann wird es auf der Tribüne zu einem netten Vater-Sohn-Gespräch kommen. Denn: "Er ist ja eigentlich FC-Fan ...", gibt Müller zu.


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