Nach 1:8: Das waren bisher Dynamos schlimmste Klatschen

Dresden – Die 1:8-Pleite der SG Dynamo beim 1. FC Köln war geschichtsträchtig. Sie war nicht nur die die 100. Niederlage im 251. Spiel in der 2. Bundesliga, sondern auch die höchste, die die Sachsen wettbewerbsübergreifend jemals kassierten.

Die Kölner hatten acht Mal Grund zum Jubeln und zwangen die Dynamos in die Knie.
Die Kölner hatten acht Mal Grund zum Jubeln und zwangen die Dynamos in die Knie.  © Imago

In der ruhmreichen Geschichte das achtmaligen DDR-Meisters war es jedoch nicht die erste derbe Pleite. Auffällig dabei ist: Verliert Dresden hoch, dann auf fremden Platz.

19. März 1986: Fest verankert in der Dynamo-Historie ist vor allem das "Wunder von der Grotenburg" gegen Bayer 05 Uerdingen. Nach einem 2:0-Hinspielsieg im Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger führte das Team um den heutigen Sportgeschäftsführer Ralf Minge und Legenden wie Matthias Sammer im Rückspiel auswärts zur Halbzeit bereits mit 3:1. Doch in den legendären zweiten 45 Minuten drehte Uerdingen richtig auf, Dynamo unterlag letztlich mit 3:7 und schied aus.

20. März 1985: Etwas weniger in Erinnerung, aber nicht weniger schmerzvoll, das "Wunder von Hütteldorf". Nach einem 3:0-Heimsieg wiederum im Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger gegen Rapid Wien, schied Dynamo nach einer 0:5-Pleite im Rückspiel aus. Gleich zwei Treffer steuerte damals für die Österreicher der spätere Dynamo-Coach Peter Pacult bei.

Simon Terodde (li.) trifft zum 3:0 für Köln.
Simon Terodde (li.) trifft zum 3:0 für Köln.  © Imago

22. August 1993: Vier Jahre spielten die Sachsen in der Bundesliga, kassierten dabei in 140 Partien 62 Niederlagen. Die höchste gab es am dritten Spieltag im dritten Jahr der Ligazugehörigkeit gegen den späteren Deutschen Meister FC Bayern München. Nach Toren von Markus Schupp, Christian Ziege, Christian Nerlinger und zweimal Mehmet Scholl stand es vor 28.000 Zuschauern im München Olympiastadion am Ende 5:0.

4. Oktober 2004 und 14. Dezember 2005: 250 Partien hatte Dresden im Bundesliga-Unterhaus bis dato bestritten. Das 1:8 in der 251. löste die 1:5-Auswärtspleiten bei Alemannia Aachen (Oktober 2004) und beim 1. FC Saarbrücken (Dezember 2005) als höchste Zweitliga-Niederlagen ab.

1. September 1996 und 11. November 1951: Niederlagen schmerzen besonders gegen die alte Konkurrenz aus dem Osten. Im September 1996 unterlag Dynamo nach dem Zwangsabstieg aus der Bundesliga am 5. Spieltag der Regionalliga Nord-Ost vor rund 5200 Zuschauern im Leipziger Alfred-Kunze-Sportpark dem FC Sachsen Leipzig mit 1:5. Die höchste Niederlage gegen die aktuelle Zweitliga-Konkurrenz aus Aue gab es im November 1951. Damals unterlag der Vorgänger Volkspolizei Dresden der BSG Wismut Aue auswärts mit 0:5.


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