Dynamo kritisiert Polizeieinsatz im Fanprojekt

Dynamofans mit Camouflage-Outfit im Spiel gegen den KSC. Das Auftreten vor und während des Spiel hatte die Durchsuchungen ausgelöst.
Dynamofans mit Camouflage-Outfit im Spiel gegen den KSC. Das Auftreten vor und während des Spiel hatte die Durchsuchungen ausgelöst.  © DPA

Dresden/Karlsruhe - Am Dienstagvormittag wurden 35 Wohn- und Geschäftshäuser von Dynamofans von der Polizei durchsucht. Die Maßnahme richtete sich laut Aussagen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe gegen die Organisatoren des Fanmarsches ("Krieg dem DFB") im Vorfeld des Spiels gegen den KSC (TAG24 berichtete).

Dabei wurden auch die Räume des Fanprojekt e. V. von Dynamo Dresden auf der Löbtauer Straße von der Polizei durchsucht. Am Abend äußerte sich der Verein zu den Vorgängen. Vor allem der dortige Polizeieinsatz wird dabei kritisiert: "Die Durchsuchung der Räumlichkeiten des Fanprojekt Dresden e.V. sieht die SG Dynamo Dresden ausdrücklich kritisch, da diese Maßnahme das gewachsene Vertrauensverhältnis zwischen Sozialpädagogen und jungen Fußballfans und die vor allem präventiv ausgerichtete Arbeit der Fanprojekte nachhaltig beschädigt."

Genauere Informationen zu Sinn, Zweck und den Ergebnissen der Razzien hat der Verein aber nicht. Dieser wüsste auch nur so viel, wie aus den Mitteilungen der Staatsanwaltschaft hervor geht.

Dennoch betont die Vereinsführung, weiterhin eng mit der Polizei zusammenzuarbeiten und dabei auch die aktive Fanszene einzubeziehen. "Jegliche Straftaten, die im Zusammenhang mit Fußballspielen der SGD begangen werden, verurteilt der Verein entschieden und wird auch künftig im Rahmen seiner Möglichkeiten gegen ermittelte Täter vorgehen", erklärte der Verein.

Die Ermittlungsbehörden  in Karlsruhe auf der Pressekonferenz zu den Hausdurchsuchungen in der Dynamo-Fan-Szene.
Die Ermittlungsbehörden in Karlsruhe auf der Pressekonferenz zu den Hausdurchsuchungen in der Dynamo-Fan-Szene.  © DPA
Polizisten beobachten den Marsch der Dynamofans in Karlsruhe.
Polizisten beobachten den Marsch der Dynamofans in Karlsruhe.  © DPA

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