Dynamo nur Mittelmaß: Das sind die Gründe

Dresden - Zweimal geht Dynamo in diesem Kalenderjahr noch auf Reisen - am Sonnabend muss Dresden nach Paderborn, eine Woche später nach Duisburg. Doch wohin führt der Weg in der Tabelle? Die Morgenpost erklärt, warum derzeit nicht mehr als ein Platz im Mittelfeld drin ist:

Chancenverwertung

Immer wieder lassen die Schwarz-Gelben fahrlässig dicke Chancen vor dem gegnerischen Tor liegen. Höhepunkt war der verschossene Elfmeter von Moussa Koné in Magdeburg. "Wenn man die Tore nicht macht, kann man auch nicht gewinnen", analysierte Patrick Ebert zuletzt nach der Partie gegen Kiel nicht zum ersten Mal. Sein Wunsch zu Saisonbeginn, mit Dynamo aufzusteigen, liegt in weiter Ferne. Auf die Frage, ob er das noch immer so sehe, antwortete er: "Nach dem Spiel wahrscheinlich nicht."

Gegen Alexander Brunst (l.) verschoss Dresden-Angreifer Moussa Koné (r.) in Magdeburg einen Elfmeter. Statt mit dem 3:1 für Ruhe zu sorgen, gab es postwendend den 2:2-Ausgleich. Zwei Punkte gingen verloren.
Gegen Alexander Brunst (l.) verschoss Dresden-Angreifer Moussa Koné (r.) in Magdeburg einen Elfmeter. Statt mit dem 3:1 für Ruhe zu sorgen, gab es postwendend den 2:2-Ausgleich. Zwei Punkte gingen verloren.  © Imago

Inkonstante Ergebnisse

Sechs Siege, sechs Niederlagen und dazu vier Remis - die Ergebnisse der Dynamos sind zu inkonstant. Drei Unentschieden in Folge gegen die Ostrivalen Magdeburg, Aue und Berlin war bisher Dresdens längste aufgestellte Serie. Nur einmal folgte ein Sieg auf den anderen. Die letzten fünf Partien endeten alle unterschiedlich.

Patrick Ebert (l.) würde gern gegen Hochkaräter wie Bayern oder Dortmund spielen. Doch stattdessen muss sich der 31-Jährige mit Kiel zufrieden geben, wie hier im Duell mit Johannes van den Bergh.
Patrick Ebert (l.) würde gern gegen Hochkaräter wie Bayern oder Dortmund spielen. Doch stattdessen muss sich der 31-Jährige mit Kiel zufrieden geben, wie hier im Duell mit Johannes van den Bergh.  © Lutz Hentschel

Verletzungsanfälligkeit

Das betrifft vor allem die Dresdner Defensive. In 16 Saisonspielen trat Dynamo bereits mit acht verschiedenen Abwehrreihen an. Oft waren gesundheitliche Gründe ausschlaggebend! Auch auf den Außenpositionen waren die Sachsen oft gezwungen, das Personal auszutauschen. Mit Kapitän Marco Hartmann, Linus Wahlqvist und Niklas Kreuzer fehlen aktuell drei Verteidiger verletzt.

Kapitän Marco Hartmann ist Dynamos Sinnbild für die derzeitige Verletzungsanfälligkeit.
Kapitän Marco Hartmann ist Dynamos Sinnbild für die derzeitige Verletzungsanfälligkeit.  © Imago

Junger Keeper lernt noch

Stammtorhüter Markus Schubert hat noch eine lange Karriere vor sich. Der 20-Jährige muss allerdings auch noch viele Erfahrungen sammeln. Mit seinen Reaktionen auf der Linie sicherte er schon so manchen wichtigen Punkt - zum Beispiel in Bochum (1:0), gegen Aue (1:1) und auf St. Pauli (1:1). Seine Gelassenheit und Ruhe, die er dabei ausstrahlt, ist top. Dagegen zeigte der Keeper in dieser Spielzeit schon öfter Probleme bei Abschlägen. Des Weiteren, wie beim achten Gegentreffer in Köln, segelte Schubert auch vorm 0:1 gegen Kiel am Ball vorbei.

Auch wenn es fürs Ergebnis (1:8) nicht mehr relevant war: In Köln sprang Dynamo-Keeper Markus Schubert (M.) am Ball vorbei. Das passierte ihm auch zuletzt gegen Kiel.
Auch wenn es fürs Ergebnis (1:8) nicht mehr relevant war: In Köln sprang Dynamo-Keeper Markus Schubert (M.) am Ball vorbei. Das passierte ihm auch zuletzt gegen Kiel.  © Imago

Taktik zu berechenbar

Weil Trainer Maik Walpurgis stetig auf die eingespielte 3-4-3-Formation setzt und an seiner Spielphilosophie festhält, fehlt es den Dynamos an Flexibilität. Dass das Trainerteam auf Konter setzt, hat sich in der Liga bereits rumgesprochen, die Gegner stellen sich darauf ein.

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