Patrick Ebert macht sein bestes Spiel im Dynamo-Trikot

Dresden – Allen Statistiken zum Trotz!Gegen den FC Ingolstadt wusste sich Dynamos Patrick Ebert richtig zu präsentieren. Beim 2:0-Sieg der Dresdner zeigte der 31-Jährige seinen bisher besten Auftritt im Dynamo-Trikot und seinen Ex-Kollegen, dass es ein Fehler war, ihn gehen zu lassen.

Mit dem Ball am Fuß gibt Patrick Ebert Anweisungen. Seine Ausstrahlung auf dem Platz in der Partie gegen seinen einstigen Arbeitgeber FC Ingolstadt war überragend.
Mit dem Ball am Fuß gibt Patrick Ebert Anweisungen. Seine Ausstrahlung auf dem Platz in der Partie gegen seinen einstigen Arbeitgeber FC Ingolstadt war überragend.  © Lutz Hentschel

Ebert war ein Garant für den Sieg. Nicht nur, weil er der Elfmeterschütze beim ersten Treffer und der Vorlagengeber beim zweiten war - auch sonst lief gegen die „Audi-Städter“ alles nur über ihn. Der gebürtige Potsdamer drehte wie entfesselt auf und erntete er bei seiner Auswechslung (79.) tosenden Applaus.

Dabei sprechen die Statistiken gegen ihn: Ebert spulte nicht die meisten Kilometer ab, war nicht am häufigsten am Ball, verzeichnete auch nicht die meisten Torschüsse ab und verlor zudem noch jeden zweiten Zweikampf. Aber seine Ausstrahlung auf dem Platz war überragend. „Das mach' ich doch immer so“, könnte man ihm bei dieser Aussage einen Hauch von Arroganz unterstellen.

Doch dahinter steckt mehr: Ebert ist ein Perfektionist! Und perfekt lief es ganz und gar nicht. Die Nachlässigkeit der Dynamos in der zweiten Hälfte beschäftigten ihn „Wenn wir dann ein Gegentor bekommen, brennt es wieder. Das müssen wir in Zukunft verhindern."

Vor drei Wochen, nach dem 3:1 gegen Sandhausen, lief's ähnlich. Damals schlug Ebert vor: „Vielleicht müssen wir aus der Halbzeitpause mal etwas eher rausgehen und uns mehr bewegen.“

Das hatte er auch gegen Ingolstadt vor. „Ich habe das wirklich versucht. Aber ein, zwei Leute hängen leider immer nach. Und da wir eine Mannschaft sind, gehen wir geschlossen raus“, hofft er nun, dass es im nächsten Spiel klappt.

Kann es so einfach sein? „Das können wir gern versuchen“, ist Trainer Maik Walpurgis von Eberts Idee angetan. Ansonsten hat der Dynamo-Coach noch einen anderen Vorschlag für mehr Frische parat: „Wir können gern auch einfach mal die Unterwäsche in der Halbzeit wechseln.“

Souverän verwandelte Patrick Ebert den Elfmeter nach Foul an Moussa Koné zum Führung für Dynamo.
Souverän verwandelte Patrick Ebert den Elfmeter nach Foul an Moussa Koné zum Führung für Dynamo.  © Lutz Hentschel

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