Neue Bengalos könnten die Lösung für Dynamos Ultra-Streit sein

Der Fanbeauftragte von Bröndby Kopenhagen, Lasse Bauer, zeigt, wie ungefährlich die neuen Bengalos sind.
Der Fanbeauftragte von Bröndby Kopenhagen, Lasse Bauer, zeigt, wie ungefährlich die neuen Bengalos sind.  © dpa/Julia Waschenbach

Dresden - Die Kriegserklärung der Dynamo-Ultras an den DFB schlägt noch hohe Wellen. Ein Kernproblem sind die 2012 abgebrochenen Verhandlungen zwischen Fans und dem Verband über die Legalisierung der Pyro-Technik. Ist eine Lösung in Sicht?

Dresdens Geschäftsführer Michael Born hatte angekündigt, einen regelmäßigen Dialog mit DFL, Fans, DFB und Vereinen anzubieten. Bei der Frage, ob Pyrotechnik in Stadien wie gefordert erlaubt werden soll, hat der 49-Jährige eine klare Haltung:

"In der aktuellen Form wird es verboten bleiben, weil sie gefährlich ist. Sollte es andere Möglichkeiten gegeben, muss man diese in Betracht ziehen."

In Dänemark werden aktuell "kalte" Bengalos getestet. Der Traditionsklub Bröndby Kopenhagen und der dänische Verband ließen das neue Produkt entwickeln. "Unser Vorhaben war es, einen 1:1-Ersatz für die heute verwendeten Fackeln zu finden", so Bröndbys Sicherheits-Chef Mickel Lauritsen.

Das neue Produkt soll in verschiedenen Farben erhältlich sein, damit es in allen Fankurven eingesetzt werden kann. Der Effekt ist der gleiche, aber sie werden nicht heiß und die Verletzungsgefahr ist gleich null.

"Den Blocksturm gab es nur, weil es darum ging, verbotene Pyro-Technik in diesen Massen für die Choreo ins Stadion zu bekommen", ist nicht nur Born, sondern auch die Polizei überzeugt. Heißt, gibt es legale und sichere Bengalos, wird kein Gästebereich mehr gestürmt. Vielleicht ist das der kleinste gemeinsame Nenner zwischen Fans und DFB.

Denn Fakt ist: Die drakonischen Strafen des Verbandes treffen alle Fans und erreichen bei den Ultras nichts. Geisterspiele, hohe Geldstrafen bringen die Vereine in Existenznöte. Gedankenspiele, Dynamo acht Punkte für den Vorfall in Karlsruhe abzuziehen, sind Quatsch.

Dies müsste rückwirkend für die abgelaufene Saison passieren. Born forderte, dass Vorkommnisse bei Auswärtsspielen auch auswärts zu bestrafen sind.

Gegen Karlsruhe wurde von Dynamofans ein heftiges Feuerwerk abgebrannt.
Gegen Karlsruhe wurde von Dynamofans ein heftiges Feuerwerk abgebrannt.  © DPA

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