Reisewarnung! Werden Dynamo-Fans wieder schikaniert?

Der Army-Auftritt der Dynamofans in Karlsruhe wirkt bis heute in Baden-Württemberg nach.
Der Army-Auftritt der Dynamofans in Karlsruhe wirkt bis heute in Baden-Württemberg nach.  © DPA

Dresden – Dynamofans und die Polizei von Baden-Württemberg hatten zuletzt ein sehr schwieriges Verhältnis. Die Anhänger klagten in den vergangen Monaten bei Auswärtsspielen in diesem Bundesland immer wieder über Polizei-Schikane, andersrum fühlten sich die Einsatzkräfte vom Dynamo-Anhang vor allem beim Spiel gegen den KSC massiv provoziert.

Zuletzt waren beim Pokal gegen den SC Freiburg 200 Dynamofans ohne nachvollziehbaren Grund festgesetzt worden. Die Kontrollen und Personalienfeststellung dauerten so lange, dass sie das Spiel gegen den SC Freiburg nicht sehen konnten (TAG24 berichtete).

Ende vergangenen Jahres gab es dann Hausdurchsuchungen bei Dynamofans (TAG24 berichtete), die von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe angewiesen worden waren. Beide Aktionen sind Reaktionen der baden-württembergischen Strafverfolgungsbehörden auf den martialischen "Krieg dem DFB"-Auftritt der Dynamofans in Karlsruhe (TAG24 berichtete).

Dynamo-Anhänger vor Polizei-Schikane in Baden-Württemberg gewarnt

Die baden-württembergischen Behörden setzen alles daran, die Rädelsführer dieses nicht angemeldeten Aufmarsches zu überführen. Genau deshalb warnt die Schwarz-Gelbe-Hilfe, eine Gemeinschaft von Dynamofans zur juristischen Unterstützung von Anhängern, vor der Fahrt nach Sandhausen.

In einem Aufruf bitten sie unter der Überschrift REISEWARNUNG "alle reisefreudigen Dynamofans Vorsicht walten zu lassen", da vermutet wird, "dass erneut Einheiten der Bereitschaftspolizei und der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten im Einsatz sind, die beim Spiel der Sportgemeinschaft in Karlsruhe ebenfalls Dienst leisten mussten und deren Aufgabe es möglicherweise sein wird, einzelne Personen herauszugreifen, die vermeintlich Straftaten begangen haben", heißt es in dem Aufruf auf der Facebookseite der Schwarz-Gelben-Hilfe.

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es erneut zu schikaneartigen Maßnahmen durch die Einsatzkräfte kommen könnte. Deshalb - denkt an eine zeitige Anreise, um auch bei längeren Kontrollen es noch ins Stadion zu schaffen.

Weiterhin wird dazu aufgerufen, sich so unauffällig wie möglich zu verhalten. Der Polizei solle kein Anlass gegeben werden, einzelne Personen herauszugreifen. Es solle auf sämtliche Gegenstände verzichtet werden, die von der Polizei als problematisch eingestuft werden könnten und die Fans werden von der Schwarz-Gelben-Hilfe dazu aufgerufen, diesmal völlig auf Tarnkleidung zu verzichten, um die Polizei nach den Erfahrungen aus Karlsruhe nicht unnötig zu provozieren.


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