Dynamo-Spiel hätte nicht angepfiffen werden dürfen

Ingolstadt - Dass in der ersten Hälfte bei Ecken der Ingolstädter Schneebälle aus der Dynamo-Fankurve auf den Schützen flogen - ein absolutes Unding. Doch die Voraussetzungen dafür schaffte der gastgebende Verein selbst. Er hätte die Tribünen von Schnee und Eis befreien müssen.

Die Tribünen - hier die Presseplätze - waren noch total verschneit und vereist. Gefährlich...
Die Tribünen - hier die Presseplätze - waren noch total verschneit und vereist. Gefährlich...  © Thomas Nahrendorf

Dresden oder Aue hätten für solch unzumutbare Zustände mörderisch einen auf den Deckel bekommen. Dem FCI im Audisportpark passiert wohl eher nichts. So etwas anzubieten, glich schon einer Frechheit. Dass der Parkplatz aussah, als sei man in Kitzbühel im Zielraum - geschenkt. Dass die Wege zum Stadion nicht geräumt waren - ebenfalls geschenkt. Zur Überraschung aller sah es im Stadion aber genauso aus.

Das Spiel hätte nicht angepfiffen werden dürfen, weil einfach die Rahmenbedingungen nicht passten, die Tribünen waren voller Schnee und Eis. In den letzten Tagen sind zig Spiele abgesagt worden. Nicht zwingend, weil der Rasen unbespielbar war, sondern weil es auf den Tribünen zu gefährlich für die Zuschauer war. Ingolstadt war für alle auf den Tribünen unzumutbar. Leichtsinnig, wenn man bedenkt, dass der Geschäftsführer persönlich für Unfälle haftet.

Technik versank auf den Tischen im zentimeterhohen Weiß, Treppen waren spiegelglatt. Auf die Bitte, doch ordentliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, wurde der Ton am Fernseher im Presseraum laut gedreht.

Das soll auch keine Entschuldigung für die Dynamo-Niederlage sein. Für das Wetter kann keiner was, aber darauf einstellen kann man sich schon. Die Prognosen für Oberbayern sagten seit Tagen heftige Schneefälle voraus - beim FCI hatte das aber keiner auf dem Schirm.