Für die 2. Liga müssen wir abgezockter sein

Uwe Neuhaus hatte am Spiel seiner Mannschaft gegen Hansa einiges auszusetzen.
Uwe Neuhaus hatte am Spiel seiner Mannschaft gegen Hansa einiges auszusetzen.

Von Dirk Löpelt

Dresden - Nein, sprachlos waren die Dynamos nach dem am Ende enttäuschenden 2:2 gegen Rostock nicht. Im Gegenteil: Es herrschte akuter Redebedarf.

„Für die letzten 20, 25 Minuten habe ich noch keine Analyse“, sagte Trainer Uwe Neuhaus, der in der Schlussphase an der Seitenlinie immer wieder schimpfte und mit dem Kopf schüttelte.

„Da sind bei uns so viele grundsätzliche Fehler passiert. Eigentlich haben wir vier Tore geschossen. Wir sind schon enttäuscht.“

Mit seiner Mannschaft wird er die Partie bis ins Detail auswerten, im Mittelpunkt wird aber wohl die Entstehung der beiden Gegentore stehen.

Das Eigentor von Marco Hartmann war äußerst unglücklich, Neuhaus monierte aber vor allem den Eckball, der dazu führte. „Der war nötig wie ein Kropf.“

Noch ernüchternder war der 2:2-Ausgleich, nachdem man kurz vor Schluss selbst noch das 2:1 geschafft hatte. „Vorm 2:2 haben wir im Kollektiv versagt“, meinte Justin Eilers.

„Das war zu einfach, ziemlich naiv von uns“, stellte Kapitän Michael Hefele fest. „Das fühlt sich an wie eine Niederlage. Wir müssen viel, viel abgeklärter werden, abgebrühter.

Wenn man 2. Liga spielen will, muss man abgezockt sein.“ Das war Dynamo an diesem Tag leider nicht.

Auch Hartmann, Hefele und Kutschke waren nach dem Abpfiff sichtlich bedient.
Auch Hartmann, Hefele und Kutschke waren nach dem Abpfiff sichtlich bedient.

Fotos: Lutz Hentschel


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