Eintracht-B-Elf dreht Spiel in Rom und schreibt Geschichte!

Rom - Sechs aus sechs! Eintracht Frankfurt hat das Auswärtsspiel zum Abschluss der Gruppenphase in der Europa League bei Lazio Rom mit 2:1 (0:0) gewonnen. Somit bestritten die Hessen auf sensationelle Art und Weise alle sechs Vorrunden-Partie siegreich - was zuvor noch keiner deutschen Mannschaft im Europapokal gelungen war.

Simon Falette (rechts) bleibt gegen Roms Alessandro Murgia standhaft.
Simon Falette (rechts) bleibt gegen Roms Alessandro Murgia standhaft.  © DPA

Die Tore für Frankfurt im erschreckend leeren Stadio Olimpico vor nur rund 20.000 Zuschauern erzielten Mijat Gacinovic (65.) und Sebastien Haller (71.). Joaquin Correa hatte zur Führung für Rom getroffen (56.).

Vor dem sportlich irrelevanten Spiel in der ewigen Stadt - die SGE hatte sich bereits als Gruppensieger für die K.o.-Runde qualifiziert - war es zu Ausschreitungen zwischen Frankfurt-Fans und Polizisten gekommen (TAG24 berichtete).

Adi Hütter schmiss in Rom die Rotations-Maschine an: Gleich sieben neue Gesichter fanden sich im Vergleich zur Bundesliga-Niederlage bei Hertha BSC (TAG24 berichtete) in der Startelf wieder: Frederik Rönnow, Marco Russ, Simon Falette, Jetro Willems, Taleb Tawatha, Mijat Gacinovic und Nicolai Müller durften von Beginn an ran!

Die erste Gelegenheit gehörte den komplett in schwarz spielenden Frankfurtern: Müller prüfte nach einer Ecke im Fallen Lazio-Keeper Silvio Proto, der das Leder aber ohne große Probleme fangen konnte (13.).

Die Eintracht-Fans brannten vor dem Anpfiff Pyrotechnik ab.
Die Eintracht-Fans brannten vor dem Anpfiff Pyrotechnik ab.  © DPA
8500 Anhänger peitschten ihre Eintracht mit lautstarken Anfeuerungen nach vorne. Die prächtige Stimmung erlitt aber in der 29. Minute einen Knick, da sich Makoto Hasebe nach einem Laufduell an den Oberschenkel griff und ausgewechselt werden musste.

Evan N'Dicka ersetzte den angeschlagenen Japaner (32.). In der Folge näherten sich die Römer dem Kasten der SGE etwas präziser an - Frankfurts Defensive wirkte in der ein oder anderen Situation ohne Hasebe wackliger.

Bei einer feinen One-Touch-Kombination kurz vor der Halbzeit über mehrere Stationen fehlte Außenverteidiger Danny da Costa die Konzentration bei der Hereingabe, um den Angriff zu vergolden (43.) Ohne Tore ging es zum Durchpusten in die Katakomben.

Danilo Cataldi versuchte es zu Beginn des zweiten Durchgangs aus der Distanz, Rönnow musste aber nicht mehr eingreifen (54.).

Wenig später zappelte das Spielgerät dann im Netz der Frankfurter: Joaquin Correa legte ein Sahne-Zuspiel von Luis Alberto an Rönnow vorbei ins lange Eck zum 0:1 (56.)

Jetro Willems (rechts) behauptet das Leder gegen Martin Caceres.
Jetro Willems (rechts) behauptet das Leder gegen Martin Caceres.  © DPA

Nach dem Treffer aus dem Nichts schüttelte sich die Eintracht nur kurz. In der 65. Minute schlug dann die große Stunde von Gacinovic: Der Serbe jagte den Ball nach einem sehenswerten Dribbling aus rund 25 Metern zum Ausgleich in den Knick.

Die Eintracht machte weiter Dampf, was sich wenig später auszahlte: Sebastien Haller schob einen herrlichen Assist von Gacinovic zum 2:1 ein - Spiel gedreht (71.).

Der eingewechselte Luka Jovic verpasste in der 83. Minute die Vorentscheidung. Dann war Schluss.

Mit einer Ausbeute von 18 Punkten aus sechs Gruppenspielen sicherte sich die Eintracht einen Eintrag in die Geschichtsbücher! Noch nie hatte ein deutsches Team in der Europa League oder Champions League alle Vorrunden-Partien gewonnen.

Trotz des außergewöhnlichen Erfolges denkt in Frankfurt auch Mitte Dezember noch niemand an die besinnlichen Stunden der Weihnachtszeit: Drei richtungsweisende Spiele stehen noch vor der Winterpause auf der Agenda.

Zuerst empfängt die Eintracht vor heimischer Kulisse Bayer Leverkusen (16.12., 18 Uhr). Unter der Woche geht es zum Derby nach Mainz (19.12., 20.30 Uhr), ehe der FC Bayern (22.12.) zum Jahresabschluss in der Commerzbank Arena gastiert.

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