BVB: "Sonderfall" Kagawa wechselt in die zweite spanische Liga!

Dortmund - Was wird aus Shinji Kagawa (30)? Der japanische Nationalspieler hat bei BVB-Coach Lucien Favre keine Chance und ist auf der Suche nach einem neuen Klub - bislang erfolglos.

Shinji Kagawa (l.) steht aus rein sportlicher Sicht und trotz aller Verdienste beim BVB auf dem Abstellgleis.
Shinji Kagawa (l.) steht aus rein sportlicher Sicht und trotz aller Verdienste beim BVB auf dem Abstellgleis.  © Marius Becker/dpa

Erst vor wenigen Tagen machten Gerüchte um ein Interesse vom spanischen Erstligisten Celta Vigo die Runde (TAG24 berichtete), entwickelt hat sich daraus aber (noch) nichts.

Nun bot Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc dem "kicker" zufolge seinem verdienten Schützling, den er deshalb als "Sonderfall" bezeichnete, an, mit ins Trainingslager nach Bad Ragaz/Schweiz zu reisen.

Der stolze Spieler lehnte ab, weil er nicht das fünfte Rad am Wagen sein will und hält sich weiterhin bei der U23 fit.

Kagawas Traum ist bekannterweise die spanische LaLiga. Interesse von verschiedenen Vereinen gab es mehrfach, ein Abnehmer hat sich bisher aber nicht für den quirligen Dribbler gefunden.

Dabei legt Borussia Dortmund ihm überhaupt keine Steine in den Weg. Er wurde zum Auftakt vom Training freigestellt, um sich einen neuen Verein zu suchen. Damals führten die Spuren noch in die Türkei.

Dorthin war der Publikumsliebling aufgrund der geringen Chancen auf Einsätze bereits in der vergangenen Rückserie ausgeliehen, wo er für Besiktas Istanbul spielte und dort in vierzehn Partien vier Tore erzielte und zwei direkte Vorlagen gab.

Ist bei BVB-Kicker Shinji Kagawa der Knackpunkt das Gehalt?

Doch der Japaner tut sich schwer, einen neuen Verein zu finden.
Doch der Japaner tut sich schwer, einen neuen Verein zu finden.  © David Inderlied/dpa

Das Problem ist offenbar weiterhin Kagawas angeblich hohes Millionen-Gehalt, das viele Interessenten anscheinend abschreckt.

Bei der Ablöse wären Dortmunds Forderungen wohl zu erfüllen, läuft Kagawas Kontrakt doch im kommenden Sommer aus. Dann wäre er ablösefrei auf dem Markt.

Der 97-fache Nationalspieler (31 Tore) hatte seine Glanzzeit beim BVB zwischen 2010 und 2012. In diesem Zeitraum wurde er unter Jürgen Klopp zweimal Deutscher Meister und holte auch noch einmal den DFB-Pokal.

Sein folgender Wechsel zu Manchester United erfüllte die großen Erwartungen aller Beteiligten nicht.

Kagawa konnte sich in England nicht durchsetzen und kam anschließend nur noch selten an seine Bestform heran, obwohl er bei den Schwarz-Gelben noch einige gute Jahre hatte.

Doch unter Favre spielte er sportlich keine Rolle mehr, was sich angesichts der großen Konkurrenz auch in Zukunft wohl nicht ändern wird. Der offensiv variabel einsetzbare Mittelfeldmann, der im Zentrum besonders wertvoll ist, wartet deshalb weiter auf einen Abnehmer, bei dem er sich noch einmal beweisen kann.

Update 15.10 Uhr:

Nun ging alles ganz schnell. Kagawa hat einen neuen Verein gefunden - in der zweiten spanischen Liga! Er schließt sich Real Saragossa an und hat im Nordosten Spaniens einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Über die Höhe der Ablösesumme gibt es noch keine Informationen.

"Shinji ist ein verdienter Borusse, der mit unserem Klub Titel gewonnen und sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Ein Vorbild an Professionalität und ein großartiger Mensch, der in Dortmund immer eine zweite Heimat und viele Freunde haben wird. Es war sein großer Wunsch, in seiner Karriere noch einmal in Spanien zu spielen. Diesem haben wir selbstverständlich entsprochen", betonen Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc auf der Dortmunder Website.

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