"Shiny Flakes": Kinderzimmer-Dealer legt Geständnis ab

Der Angeklagte Maximilian S. (20) betritt den Saal in Handschellen. Er muss sich für den Handel mit 914 Kilogramm Rauschgift verantworten.
Der Angeklagte Maximilian S. (20) betritt den Saal in Handschellen. Er muss sich für den Handel mit 914 Kilogramm Rauschgift verantworten.

Leipzig - Er handelte mit über 900 Kilo Rauschgift über seine Onlinebörse "Shiny Flakes", die Drogen lagerte Maximilian S. (20) im heimischen Kinderzimmer. Am Montag legte der Leipziger ein Geständnis ab.

Er wollte mit seinem Versandhandel "Shiny Flakes" einfach besser sein als andere, gestand der Zwanzigjährige vor dem Leipziger Landgericht. Laut Anklage betrieb er sein lukratives Drogengeschäft seit Ende 2013.

Dabei diente ihm sein Jugendzimmer im Elternhaus als Lager, Büro und Versandzentrum. In Briefen und Päckchen erreichten die Drogen von hier aus seine Kunden aus ganz Deutschland.

Es sei ihm bei den millionenschweren Deals mit Koks, LSD, Ecstasy und Haschisch weniger um das Geld gegangen, als um sein "Projekt", die Internet-Plattform, so der Angeklagte.

"Im Grunde war es eine Schnapsidee", erklärte sich der als "Kinderzimmer-Dealer" bekanntgewordene Maximilian S. weiter. Nun musste er sich dafür verantworten, dass dabei rund 914 Kilogramm Rauschgift im Schätzwert von vier Millionen Euro den Besitzer wechselten.

Ein Urteil wird Anfang Oktober erwartet.

Fotos: dpa/Peter Endig, Ralf Seegers


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