Beliebte Shisha-Bars: CDU und FDP in NRW wollen sie sicherer machen

Düsseldorf - Gesundheitsgefahren durch giftiges Kohlenmonoxid in Shisha-Bars beschäftigen am Donnerstag (10 Uhr) den nordrhein-westfälischen Landtag.

Shisha-Rauchen ist beliebt, aber auch ungesund.
Shisha-Rauchen ist beliebt, aber auch ungesund.  © DPA

In einer Aktuellen Stunde auf Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und FDP debattieren die Abgeordneten darüber, wie in den beliebten Shisha-Bars der Jugend-, Gesundheits- und Brandschutz gewährleistet werden kann.

In der Vergangenheit ist es in Shisha-Bars mehrfach bei Gästen oder Mitarbeitern zu lebensbedrohlichen Vergiftungen durch das farb-, geruchs- und geschmacklose Kohlenmonoxid gekommen, das beim Rauchen von Wasserpfeifen entsteht.

Erst vor wenigen Tagen waren sechs Besucher einer Shisha-Bar in Bochum durch giftiges Kohlenmonoxid verletzt worden.

Die Bar musste geräumt und rund 120 Menschen nach draußen gebracht werden.

CDU und FDP sehen Shisha-Bars außerdem als "Rückzugsorte für kriminelle Geschäftsmodelle", wie aus dem Fraktionsantrag für die Plenardebatte hervorgeht.

Update, 13.29 Uhr

In der Aktuellen Stunde des Düsseldorfer Landtags sprachen sich Vertreter verschiedener Parteien dafür aus, Kontrolldruck und Sanktionen zu erhöhen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte, viele Bars seien ein Brennpunkt für "krumme Geschäfte", Geldwäsche und Clan-Kriminalität.

Zwischen den Regierungsfraktionen gibt es allerdings keinen Konsens, wie weit die Daumenschrauben angezogen werden sollten. CDU-Fraktionsvize Gregor Golland drohte den Shisha-Bars mit einem Verbot, "wenn sich nichts ändert. Dagegen unterstrich der FDP-Abgeordnete Rainer Matheisen, seine Partei wolle "keine pauschalen Verbote".

Polizeieinsatz bei einer Shisha-Bar in Gelsenkirchen.
Polizeieinsatz bei einer Shisha-Bar in Gelsenkirchen.  © DPA

Titelfoto: DPA


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