Shisha-Bars weiter im Fokus der Behörden und wieder gibt es zahlreiche Verstöße!

Wilhelmshaven - Nach den umfassenden Kontrollen einiger Shisha-Bars in der Wilhelmshavener Innenstadt im November letzten Jahres, wurden Beamte von Zoll und Polizei bei einer erneuten Razzia am Freitag schon wieder fündig.

 Jugendliche trinken Bier und rauchen eine Wasserpfeife (Symbolbild).
Jugendliche trinken Bier und rauchen eine Wasserpfeife (Symbolbild).

Die Beamten waren bei der Razzia mit zahlreichen Einsatzkräften und auch mit Hunden in vier wilhelmshavener Shisha-Bars im Einsatz.

Und die stellten nicht nur in jeder(!) kontrollierten Shisha-Bar generelle Steuerverfehlungen fest, sondern beschlagnahmten in diesem Zuge auch rund 60 Kilogramm Wasserpfeifentabak, der offenbar nicht versteuert war.

Außerdem wurden in einer der Shisha-Bars von der Feuerwehr, die den Einsatz mit Fachleuten unterstützte, eine "deutliche Überschreitung des zulässigen Kohlendioxidwertes gemessen", teilte die Polizei Wilhelmshaven mit.

Hinzu seien, den Angaben zufolge, noch einige Verstöße gegen das Melde- und Arbeitsrecht sowie gegen das Gewerbe- und Lebensmittelrecht gekommen. Der Mehrzahl der Vergehen werden nun Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren folgen.

Die Behörden weisen immer wieder auf den Shisha-Trend und die damit im verbundenen Gefahren hin. Dabei geht es nicht nur um Rechtsverstöße oder gefährliche Dioxinwerte in den meist geschlossenen Räumen der Rauchercafés (TAG24 berichtete).

Eine junge Frau raucht eine Shisha in einem Rauchercafé.
Eine junge Frau raucht eine Shisha in einem Rauchercafé.  © DPA

Neben den steuerrechtlichen Aspekten, müssten auch die gesundheitlichen Risiken beachtet werden, heißt es von Behördenseite. Auch wenn Shisha-Rauchen oft als angenehm mild bezeichnet würde, bleibe es dennoch ungesund:

"Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) inhalieren Wasserpfeifenraucher bei einer Shisha-Sitzung die Rauchmenge von 80 Zigaretten. Illegal gehandelter Tabak beinhaltet zudem bedenkliche Konservierungsstoffe, Aromen oder unhygienische Inhaltsstoffe", ergänzt die Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland.

Zusätzlich weise Wasserpfeifentabak aus den Ursprungsländern eine sehr hohe Feuchtigkeit auf. Der aromatische Tabakrauch wirke dadurch kälter und könne auch tiefer inhaliert werden.

Die Polizei kündigte an die Shisha-Bar-Betreiber weiter im Auge zu behalten. Die müssen sich also auf weitere Razzien und Kontrollen durch die Behörden einstellen.

Titelfoto: DPA

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