Großkontrolle im Berliner Nordwesten: Zwei Shisha-Bars müssen schließen!

Berlin - Rund 150 Polizisten samt Mitarbeitern von Zoll und Bezirksamt haben am Freitagabend Shisha-Bars in Berlin-Reinickendorf, Wedding und Charlottenburg kontrolliert.

Polizisten gehen am 28.03.2019 in eine Shisha-Bar in Neukölln.
Polizisten gehen am 28.03.2019 in eine Shisha-Bar in Neukölln.  © DPA

Sie würden zum Teil auch als Rockertreffpunkt gelten, teilte die Polizei am Samstag mit.

Bei der knapp vierstündigen Großkontrolle bis zum frühen Samstagmorgen wurden in den fünf kontrollierten Bars zahlreiche Verstöße festgestellt und rund 17 Kilogramm unversteuerter Tabak sichergestellt .

Zwei Lokale wurden geschlossen: In einer Bar am Tegeler Weg wurden zu hohe Kohlenmonoxid-Werte festgestellt, in einem Lokal in der Aroser Allee gab es "diverse Gewerbeverstöße" und es habe ein Verantwortlicher gefehlt.

"Jedes Lokal braucht einen offiziellen Ansprechpartner für uns, beispielsweise bei Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz", erklärte eine Polizeisprechern.

In dem Lokal gab es demnach Unklarheiten, wer diese Funktion übernimmt.

lühende Kohle liegt auf einem Metallsieb über dem Tabak im Kopf einer Wasserpfeife in einer Shisha-Bar.
lühende Kohle liegt auf einem Metallsieb über dem Tabak im Kopf einer Wasserpfeife in einer Shisha-Bar.  © DPA

Die Kontrolleure stellten in den Bars Steuerhinterziehung sowie Verstöße gegen die Brandschutzverordnung, gegen das Lebensmittelgesetz, das Gaststättengesetz, die Gewerbeordnung, die Spielverordnung und das Schwarzarbeitsgesetz fest.

Es wurden im Umfeld der Shisha-Lokale 61 Menschen sowie verschiedene Autos kontrolliert.

Shisha-Bars werden in Berlin regelmäßig kontrolliert. Ziel sei es, "unmissverständlich Präsenz zu zeigen" und "Einblicke in die Szene" zu bekommen, sagte ein Polizeisprecher. "Dieses Zeichen wird nach unseren Erfahrungen verstanden."

Bereits am Donnerstagabend hatten Polizei und Bezirksamt mehrere Lokale und Autofahrer in Neukölln überprüft.

Organisierte Kriminalität stand genauso im Fokus wie illegaler Waffen- oder Drogenbesitz. Der Bezirk verfolge damit weiter seine Null-Toleranz-Strategie, hieß es.

Titelfoto: DPA

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