Captain Sido, AHOI! Karriereende und dann ab ins Boot?

Berlin - Sido spricht ungewöhnlich über Ängste, Respekt, seine Vergangenheit und seine Gegenwart. Unter anderem verrät der Rapper bis zu seinem 55. Lebensjahr Musik machen will.

Sido spricht im Interview ungewohnt offen über seine Ängste.
Sido spricht im Interview ungewohnt offen über seine Ängste.  © DPA

Wenn es um die Rente geht, hat der Berliner Rapper Sido (38) schon einen klaren Kurs eingeschlagen - Er will mit einem Boot von einem Sonnenort zum nächsten schippern.

Das sagte der vierfache Vater dem Magazin "Cosmopolitan" (Donnerstag). "Bis 55 mache ich noch Musik, um damit Geld zu verdienen. Bis dahin sind alle Kinder aus dem Haus, dann beginnt mein sogenannter Lebtag." Und er ergänzte: "Ahoi!"

Über Statussymbole will sich Paul Hartmut Würdig, wie Sido mit bürgerlichem Namen heißt, allerdings nicht definieren."Ich habe inzwischen so viel Kohle, dass ich nicht mehr arbeiten müsste, aber man sieht und merkt es mir nicht an", so der gebürtige Ost-Berliner.

Trotz seiner enormen Erfolge bleibt der Berliner bodenständig: "Ich habe einfach früh kapiert, dass man nicht der Schlauste, Schönste und Stärkste sein kann. Es gibt immer jemanden, der mehr hat oder etwas besser kann. Wenn man sich damit abgefunden hat, entspannt das einen enorm."

Kapitän Sido? Nach seiner Karriere will der Rapper mit eigenem Boot rumschippern.
Kapitän Sido? Nach seiner Karriere will der Rapper mit eigenem Boot rumschippern.

Ein weiterer Unterschied zu anderen Rapper-Kollegen ist, dass Sido glücklich verheiratet ist.

"Ich führe heute genau das Leben, das ich mir immer erträumt habe. Mit Familie, Haus und Garten", sagt Sido, der mit Moderatorin Charlotte Würdig zwei Kinder hat.

In der Vergangenheit sei er in seinen Beziehungen nicht immer treu geblieben, bescheinigte er. "Heute weiß ich, dass Liebe bedeutet, sich auf Augenhöhe zu begegnen, sich gegenseitig zu achten."

Der ehemalige Rüpel-Rapper scheint erwachsen geworden sein.

Ungewohnt offen spricht Sido auch über Ängste: "Ich möchte nie wieder in mein Viertel zurück oder mein altes Leben zurückhaben. Das ist meine größte Angst."

Um dieses Szenario zu umgehen, will er seine Fans bis ins höhere Alter mit guter Rap-Musik beliefern, um anschließend in die verdiente, maritime Rente zu schippern. In diesem Sinne, Ahoi Captian Sido!

Ein Bildband unter dem Titel "Hinter der Maske", der jetzt erscheint, zeigt das Leben des Musikers, der einen Teil seiner Jugend im Märkischen Viertel verbrachte. Momentan steht der Rapper mit seinem Track "Tausend Tattoos" auf Platz vier der deutschen Charts.

Titelfoto: DPA

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