Das sind die 7 Plagen des Sommers

Der August ist die Hochzeit für Wespen: Weniger die Hitze als vielmehr die Schlemmereien der Menschen zieht sie an.
Der August ist die Hochzeit für Wespen: Weniger die Hitze als vielmehr die Schlemmereien der Menschen zieht sie an.

Sachsen - Sie krabbeln, wühlen, stechen, aber vor allem nerven sie: die kreuchenden und fleuchenden Plage-Viecher des Sommers! Welche sind es?

Aufgrund des milden Winters konnten sie sich wunderbar vermehren, gerade unter den Insekten gab es kaum frostbedingte Opfer.

Immerhin bleiben wir aufgrund der Trockenheit und ausbleibender Hochwasser derzeit von den nervenden Stechmücken verschont.

Doch es bleiben genügend Quälgeister übrig: Diese sieben tierischen Plagen machen den Sachsen besonders zu schaffen ...

Die Flugameise

Sie befallen vor allem die alten Umgebindehäuser in der Lausitz: Flugameisen fallen durch Risse in den Wänden ein, krabbeln durch undichte Fenster und gelangen so ins heimische Wohnzimmer. Sie sind ungefährlich, aber lästig. Schädlingsbekämpfer sind zurzeit im Landkreis Görlitz vermehrt im Einsatz.

Der Kartoffelkäfer

Auch kleine Käfer lieben die Wärme: Der Kartoffelkäfer, ursprünglich aus Amerika eingewandert, fühlt sich in heißen Sommern richtig wohl. Dabei ist er einer der am meisten gefürchteten Schädlinge, da er mit seinen Artgenossen ganze Kartoffelfelder kahl fressen kann.

Die Wühlmaus

Dank der milden Winter konnten sich die Wühlmäuse vermehren wie die Karnickel. Jetzt machen sie Sachsens Bauern zu schaffen: Die Plage-Nager untergraben Felder und Wiesen, knabbern Wurzeln ab, hinterlassen Erdhaufen. Ernteverluste gibt’s bei Getreide und Raps, vor allem im Landkreis Leipzig.

Die Wespe

Der August ist die Hochzeit für Wespen: Weniger die Hitze als vielmehr die Schlemmereien der Menschen zieht sie an. Ein Eis im Freien ist für sie unwiderstehlich, ebenso wie Pflaumen und Kirschen. Zwar nimmt die Zahl der Wespen nicht zu, allerdings die der Allergiker gegen ihre Stiche. Eine Wespe hat am Dienstagabend sogar einen Lastwagen auf der A4 Chemnitz-Dresden aus der Spur geraten lassen, weil der Fahrer abgelenkt war.

Der Eichenprozessionsspinner

Dieser Schmetterling lebt in Nordsachsen und in der Dresdner Heide, ist als Raupe gefährlich: Die Brennhaare brechen leicht ab, schwirren durch die Lüfte. Wer sie berührt, muss mit unerträglichem Juckreiz rechnen, Asthmatiker können einen Anfall erleiden. Darum gilt: Die Gespinste an Eichen weiträumig meiden. In Sachsen-Anhalt hat sogar der Landtag offiziell beschlossen den Spinner zu jagen.

Die Zecke

Besonders warme Jahre lassen auch viele Zecken auf Tour gehen. In der aktuellen Hitze verstecken sich zwar viele der Tiere im Laubhaufen, aber auch dort kommen sie mit Menschen in Kontakt. Durch kurze Kleidung steigt die Gefahr auf Stiche, die Infektionen und gefährliche Krankheiten mit sich bringen.

Die Fichtenlaus

Weil der letzte Winter so mild war, haben viele dieser Fichtenläuse überlebt. Und dieses Jahr sind sie eine echte Plage. Und eine Gefahr für einige Tannenbaum-Arten. „Das Tier zapft die Adern der Bäume an“, erklärt Parasiten-Experte Dr. Rolf Enzeroth (65). Umso trockener es ist, desto schneller sterben die Zweige des Nadelbaums ab. Die Nadeln fallen aus, der Baum wirkt braun und tot. Aber bitte nicht voreilig fällen! In der Regel erholt er sich der Baum wieder, treibt neue Nadeln aus.

Fotos: imago/imagebroker/blickwinkel/Steffen Schellhorn, PR


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