Sieg in Rostock! Aue marschiert Richtung 2. Liga

Dieser Kopfball passte. Nicky Adler brachte Aue in der ersten Halbzeit in Führung.
Dieser Kopfball passte. Nicky Adler brachte Aue in der ersten Halbzeit in Führung.

Von Thomas Nahrendorf

Rostock - Der FC Erzgebirge versenkte vor 11.000 Zuschauern die Kogge. Aue gewann bei Hansa Rostock locker und souverän mit 2:0 (1:0). Das war eine starke Vorstellung, vor allem äußerst abgezockt.

Damit gehen die Serien weiter: Die Veilchen blieben im zwölften Spiel in Serie ungeschlagen, sind jetzt vier Monate ohne Niederlage und festigen damit Rang zwei. Gleichzeitig war es das 15. Zu-Null-Spiel in dieser Saison.

Von Beginn an war klar: Die Partie gewinnt der, der es mehr will. Schöner Fußball war auf dem Platz nicht möglich. Der sah aus, als wäre eine Rotte Wildschweine darüber gerannt - oder besser: Als hätten sie sich genüsslich durch das Grün gewühlt. Hier war Kampf gefragt. Und den bot der Gast.

Die dieses Mal in Grün spielenden Auer kamen wie immer über den Ballbesitz, erarbeiteten sich so Vorteile. Rostock spielte nur Langholz. Der Ball flog von der Abwehr in den Sturm, so hatte die FCE-Abwehr keine Probleme. Die Veilchen zeigten die bessere Spielanlage, Chancen blieben zunächst aber aus.

Max Wegner machte den Sieg perfekt und jubelt mit Nicky Adler, Cebio Soukou sowie Simon Skarlatidis.
Max Wegner machte den Sieg perfekt und jubelt mit Nicky Adler, Cebio Soukou sowie Simon Skarlatidis.

Bis zur 18. Minute: Christian Tiffert zog von rechts einen Freistoß scharf vors Tor, Nicky Adler stand völlig frei und hielt den Kopf hin - 1:0.

Es war in der Rückrunde Aues erster Treffer in Hälfte eins. Der Rest ist schnell erzählt: Kampf pur mit einem Plus für die Erzgebirger.

Der fürchterliche Platz wurde gleich nach der Pause Rostock zum Verhängnis: Der Ball sprang nach einem Rückpass vor Keeper Marcel Schuhen hoch. Cebio Soukou angelte sich die Kerze, behielt die Übersicht und bediente Max Wegner (51.), der locker einschob.

Das war natürlich nach dem Geschmack des FCE. Der ließ die Gäste aber jetzt nicht kommen, sondern griff weiter vorn an, angelte sich die Bälle immer wieder im Mittelfeld und setzte Hansa unter Druck. Pech hatte Aue, als Schiedsrichter Patrick Ittrich innerhalb von einer halben Minute zwei gegnerische Handspiele (72.) im Strafraum nicht sah.

Doch auch so hatte der Gast alles im Griff, weil den Jungs von der Ostsee so gar nix einfiel. Erst fünf Minuten vor Schluss hatten sie ihre erste Chance. Stefan Wannenwetsch zog aus 14 Metern ab, Martin Männel parierte stark.

Kurios wurde es 60 Sekunden später: Ronny Garbuschewski zimmerte einen Freistoß aus 18 Metern aufs Tor, Männel ließ den Ball rein - es war ein indirekter Freistoß. Den Arsch musst du erstmal in der Hose haben...

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag


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