Behandlung für kranken Sammy (5) verweigert? Das sagt die Klinik zu den Vorwürfen seiner Mutter

Siegen – Der fünfjährige Sammy konnte nach einem langen Kampf wegen eines Hirntumors notoperiert werden. Seine Mutter Nadja hatte öffentlich behauptet, mehrere Ärzte hätten ihrem Sohn zuvor die passende Behandlung verweigert.

Um Hilfe für ihren Sohn Sammy zu erhalten, musste Mama Nadja Föber eine Menge Hürden auf sich nehmen.
Um Hilfe für ihren Sohn Sammy zu erhalten, musste Mama Nadja Föber eine Menge Hürden auf sich nehmen.  © Facebook: Nadja Föber

Jetzt hat sich die betroffene Kinderklinik in Siegen zu den schweren Vorwürfen geäußert: "Wir sind entsetzt, wie in einem öffentlichen Medium das Schicksal eines kleinen Kindes ausgebreitet wird."

Zuvor hatte sich der Facebook-Beitrag der Mutter im Netz verbreitet, in dem sie Anschuldigungen gegen Klinik und Personal erhebt. (TAG24 berichtete)

Unter anderem erklärte Nadja Föber, dass zahlreiche Mediziner den Zustand ihres Sohnes als "unauffällig" eingeschätzt hätten.

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Dabei hatte der kleine Sammy immer wieder über schlimme Kopfschmerzen geklagt. Doch wenn man den Ausführungen seiner Mama folgt, sei die Familie von den Ärzten mit Schmerzmitteln wieder nach Hause geschickt worden, ohne das auf die Symptome des Kindes genauer eingegangen wurde.

"Ich war mit meinem Sohn bei so vielen Inkompetenten und oberflächlichen Ärzten... Junge Ärzte! Eigentlich gute Ärzte! Naja jedenfalls waren deren Rufe gut", so Sammys Mutter. (Rechtschreibung übernommen)

Sammy Föber (5) klagte monatelang über extreme Kopfschmerzen.
Sammy Föber (5) klagte monatelang über extreme Kopfschmerzen.  © Facebook: Nadja Föber

Durch die "einseitige Darstellung im Post" sah sich die DRK Kinderklinik Siegen dennoch zu einer öffentlichen Klarstellung gezwungen: "Frau Föber hat die Empfehlung der Ärzte der DRK-Kinderklinik Siegen zur Diagnostik und weiteren Behandlung anlässlich der Vorstellung ihres Kindes am 04.12.2018 in der DRK-Kinderklinik Siegen abgelehnt und eine weitere Behandlung verweigert", heißt es in dem Statement des Krankenhauses.

Und weiter: "Nur zur Klarstellung - die Mutter hat sich selbst entlassen gegen ärztlichen Rat. Eine Diagnostik oder Behandlung wurde angeboten, nicht verweigert.

Auf Facebook gehen die Meinungen der User nun auseinander. Viele beurteilen dennoch die aggressive Wortwahl der verzweifelten Mama: "Ich habe den Post der Mutter mit ihrem schweren Schicksal bei ihrem Kind gelesen. Es ist unendlich traurig, welche Diagnose diagnostiziert wurde. Aber ich habe auch die agressive und respektlose Wortwahl gelesen. Wir sind seit Jahren in der Kinderklinik in Siegen wundervoll betreut und versorgt. Vielen Dank dass es euch gibt 🙂", heißt es in einem Kommentar. (Rechtschreibung übernommen)

Ob Sammys Operation am Montag erfolgreich verlaufen ist, ist bisher nicht bekannt. Die DRK Kinderklinik Siegen hoffe, dass der kleine Patient schnellstmöglich wieder gesund werde.

Titelfoto: Facebook: Nadja Föber

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