Ärzte wollten Sammy nicht behandeln! Jetzt kämpft er um sein Leben

Siegen – Eine tapfere Mutter kämpfte rund vier Monate lang um die Gesundheit ihres Sohnes Sammy. Sie bettelte ihre Ärzte an, ihre Befürchtungen ernst zu nehmen. Doch die nahmen die Symptome des Jungens nicht ernst.

Bei Sammy wurde ein besonders aggressiver Gehirntumor diagnostiziert.
Bei Sammy wurde ein besonders aggressiver Gehirntumor diagnostiziert.  © Facebook Nadja Föber

Monatelang hat ein Junge aus der Nähe von Siegen an schlimmen Kopfschmerzen gelitten – doch kein Arzt fand den Grund heraus.

Seine Mutter Nadja kämpfte lange für eine passende Behandlung, doch alle Ärzte ließen sie im Stich. Sie wollten ihr Unwissen nicht zugeben. Und das in einem Land, dessen Gesundheitssystem als eines der besten Welt gilt.

Nadjas Ängste, dass die Symptome ihres Sohnes etwas mit einem Hirntumor zu tun haben könnten, wurden einfach abgetan. Ihr Sohn sei unauffällig hieß es.

In einem Facebook-Beitrag schildert sie nun ihren Leidensweg. Darin wird deutlich, wie sehr Nadjas Vertrauen in die Ärzte gelitten hat. "Sie wollten uns nicht weiter behandeln... ließen uns stehen... ich machte so Theater... und brüllte wenn mein Sohn etwas ernstes hat und das bei einem anderen Arzt raus kommt verklage ich das ganze Krankenhaus." (Rechtschreibung übernommen)

Doch nach einem langen Kampf kam nun die Erlösung für Familie Föber: "Nun sind Sammy und ich in einer Uniklinik. Gestern wurde eben weil ich gekämpft und nicht locker lies, ein Mrt vom Kopf meines Sohnes gemacht. Großes Entsetzen....", erzählt Nadja in einem Facebook-Post.

Familie Föber will den Kampf gegen die Krankheit nicht aufgeben.
Familie Föber will den Kampf gegen die Krankheit nicht aufgeben.  © Facebook Nadja Föber

Nach 18 Monate weiß man nun auch mit Sicherheit, dass Sammy an einem bösartigen Hirntumor leidet. "Er hat einen ziemlich großen mittig im Kopf sitzenden Hirntumor an der Hirnanhangsdrüse mit einigen Zysten drum herum die so auf sein Gehirn drücken, das er nun halbseitig gelähmt ist, mehr oder weniger regelmässig brechen muss und sehr dolle Kopfschmerzen hat", schreibt seine Mutter auf Facebook. (Rechtschreibung übernommen)

Die Diagnose ist für die Familie wie ein Schlag ins Gesicht und Nadja Föber ist außer sich: "Danke an die Gemeinschaftspraxis Potthast in Olsberg, wo drei Ärzte mein Kind angesehen haben, alle drei sagten er sei unauffällig! Danke für die Ibuprofen die Ihr uns mitgegeben habt... Ich bat drei mal bei drei besuchen darum das meinem Kind Blut abgenommen wird... das habt ihr nicht tun wollen..."

Und weiter erzählt sie wütend: "Auch wurde mir das Jugendamt nach Hause geschickt, [...], mit der Empfehlung, "mich nicht abwimmeln" zu lassen.

Nach den zahlreichen Fehldiagnosen konnte Sammy am Montag endlich in einer Uniklinik operiert werden. Im Netz finden viele User Worte des Mitgefühls: "Viel Glück und Gesundheit wünsche ich Euch. Die Ärzte taugen nichts mehr, nur noch Profit 😡" oder "Für Euch all das Beste dieser Welt das der kleine tapfere Mann bald wieder unbescholten spielen und Kind sein kann ohne Schmerzen! Kompliment an Dich das Du nie aufgegeben hast, Dich nie damit zufrieden gegeben hast, schade das ihr auf leider so viele Schafe getroffen habt! Für die Zukunft weiterhin viel Kraft und Gesundheit" kann man in den Kommentaren lesen.

Die riesige Anteilnahme der Menschen am Schicksal ihres Sohnes macht Nadja Föber Mut! Mit Sammys Geschichte will sie andere Eltern ermutigen, nicht locker zu lassen, wenn sich ihre Kinder krank fühlen. Beschwerden und Schmerzen sollten immer ernst genommen werden. Nadja Föber will noch eine offizielle Beschwerde gegen die Ärzte einreichen. "Meine Anwälte freuen sich! Die besten werde ich mir raus suchen!", so Sammys Mutter.

Schon nach ein paar Tage wurde der Beitrag im Internet über 28.000 mal geteilt und erhielt 23.000 Likes. Hoffentlich findet die Geschichte ein positives Ende.

Titelfoto: Facebook Nadja Föber

Mehr zum Thema Facebook:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0