Gibt es doch noch Hoffnung für das Görlitzer Siemens-Werk?

Per Transparent wandten sich Siemens-Mitarbeiter aus Görlitz direkt an den Siemens-Boss.
Per Transparent wandten sich Siemens-Mitarbeiter aus Görlitz direkt an den Siemens-Boss.  © Danilo Dittrich

Berlin - Proteste gegen den Kahlschlag bei Siemens: In Berlin machten auch betroffene Siemensianer aus Görlitz und Leipzig ihrem Ärger Luft. Derweil steht die Schließung von Görlitz angeblich noch gar nicht fest.

Die "Wirtschaftswoche" berichtet unter Berufung auf einen hochrangigen Arbeitnehmervertreter in Sachsen, dass es beim Konzern Überlegungen gebe, Görlitz doch nicht dichtzumachen.

Die IG Metall jedoch weiß davon nichts, Siemens äußerte sich nicht zu dem Gerücht.

In Berlin protestierten 2000 Menschen gegen die Pläne, bundesweit etwa 3500 Stellen zu streichen und die Standorte Leipzig und Görlitz zu schließen. Zur Demo waren auch etwa 400 Beschäftigte aus Görlitz und knapp 100 aus Leipzig angereist. Das Werk in Görlitz hatte seit 2007 Fördermittel in Höhe von 635.513 Euro bekommen.

Verpflichtungen ergeben sich daraus für Siemens aber nicht mehr.

Auch SPD-Chef Martin Schulz (61) war zur Demo gekommen. Er nannte die Pläne "asozial". Siemens-Chef Joe Kaeser (60) konterte per Brief: Siemens habe allein in den vergangenen fünf Jahren mehr als 20 Milliarden Euro an Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen an den deutschen Staat überwiesen.

In Deutschland gebe es kaum mehr Nachfrage für Gas- und Kohlekraftwerke.


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