Nach Hilferuf des Bürgermeisters: Polizei geht gegen kriminelle Asylbewerber vor

Sigmaringen - Nach Problemen mit kriminellen Asylbewerbern wurde für die Polizei ein neues Einsatzkonzept erarbeitet - und das zeigt Wirkung.

In Sigmaringen war 2017 die Zahl der Straftaten deutlich angestiegen. (Symbolbild)
In Sigmaringen war 2017 die Zahl der Straftaten deutlich angestiegen. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Beamten berichten, gehört zu dem Maßnahmenbündel für die Kleinstadt auch eine Ermittlungsgruppe. Die hat vor allem Mehrfachtäter unter den Flüchtlingen im Blick. Bislang sind 21 Haftbefehle ergangen, meldet die Polizei: in sechs Fällen ging es um gewerbsmäßigen Diebstahl, in 15 traf es reisende Intensivtäter wegen Diebstahl- und Drogendelikten.

Es gibt aber auch Serienstraftäter, die bislang ungeschoren davongekommen sind. Acht Täter sollten zwar in Untersuchungshaft, doch die Migranten sind untergetaucht. Die Polizei fahndet nach ihnen. Auch nach sieben weiteren Tätern, die zu Geld- oder Ersatzfreiheitsstrafen verdonnert wurden, läuft die Fahndung.

Die Beamten kontrollieren in Sigmaringen sowohl uniformiert als auch in Zivilkleidung, vor allem am Bahnhof und in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei werden sie etwa von der Bundespolizei und dem Zoll unterstützt. "Hierdurch konnte das Sicherheitsempfinden in der Stadt verbessert werden", heißt es in einer Pressenotiz.

Bei den Serienstraftätern handelt es sich nach Polizeiangaben vor allem um junge Männer aus Nordafrika, die schlechte Aussichten darauf haben, in Deutschland zu bleiben. Bürgermeister Thomas Schärer (CDU) rief angesichts der Kriminalität um Hilfe. Innenminister Thomas Strobl (CDU) räumte daraufhin ein, dass die Zahl der Straftaten in Sigmaringen vergangenes Jahr deutlich angestiegen war, etwa was Körperverletzungen, Drogen und Diebstähle angeht.

Kleidung, Elektro-Artikel, Parfüm: Die Polizei präsentiert Beute, die sie Dieben abgenommen hat.
Kleidung, Elektro-Artikel, Parfüm: Die Polizei präsentiert Beute, die sie Dieben abgenommen hat.  © Polizeipräsidium Konstanz

Titelfoto: DPA


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