Insolvenz von Miller & Monroe: Filialen stehen vor Verkauf

Sigmaringen - Die Filialen der Modekette Miller & Monroe sollen an eine andere Unternehmensgruppe gehen.

Rund 1800 Beschäftigte arbeiteten zuletzt in den Filialen der Modekette. (Symbolbild)
Rund 1800 Beschäftigte arbeiteten zuletzt in den Filialen der Modekette. (Symbolbild)  © 123RF

Der vorläufige Insolvenzverwalter Jochen Sedlitz steht nach eigenen Angaben kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen mit einem Investor, der die Filialen im Juni übernehmen will. Das teilte die Kanzlei des Rechtsanwalts am Mittwoch mit.

Die Mitarbeiter in den rund 160 Filialen sollen dabei ein Angebot zum Wechsel erhalten. Sedlitz hofft, so einen großen Teil der Arbeitsplätze zu erhalten. Zuletzt arbeiteten rund 1800 Mitarbeiter in den Geschäften.

Hinter der Modekette Miller & Monroe steht die Vidrea Deutschland, eine Tochter der niederländischen Unternehmensgruppe Victory & Dreams. Die Holding hatte im vergangenen Jahr mehr als 163 Filialen der insolventen Kette Charles Vögele übernommen und unter dem Label Miller & Monroe weitergeführt. Die Tochter Vidrea hatte im März Insolvenz angemeldet (Az.: 10 IN 29/19).

Die Modegeschäfte lassen sich Einschätzung des vorläufigen Insolvenzverwalters aber nicht wirtschaftlich fortführen. Angesichts hoher Mietrückstände seien die allermeisten Vermieter nicht bereit, an einer Lösung mitzuwirken. "Hier wurde leider seit der Übernahme der ehemaligen Charles-Vögele-Filialen sehr viel Porzellan zerschlagen", so der Insolvenzverwalter.

Außerdem hätten die Geschäfte unter dem Label Miller & Monroe in den zurückliegenden Monaten sehr hohe Verluste erwirtschaftet. Um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, soll nun die Ware bis Ende Mai verkauft werden, bevor die Filialen an den neuen Investor gehen, der dort mit einem eigenen Konzept eigene Ware verkaufen will.

Titelfoto: 123RF

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