Chip, Chip, hurra! Dresdner machen Strahlentherapie sicherer

Dresden - Vom "Silicon Dresden" profitiert jetzt auch die städtische Klinik Friedrichstadt. Die Dresdner Chip-Firma "Saw Components" entwickelte zusammen mit dem Krankenhaus ein Gerät, das die Strahlentherapie noch sicherer macht.

Klinik-Medizinphysiker Dr. Knut Merla und die medizinisch-technische Radiologie-Assistentin Kathleen Schreiber mit dem neuen Zylinder-Aufsatz an der Röntgentherapie-Anlage.
Klinik-Medizinphysiker Dr. Knut Merla und die medizinisch-technische Radiologie-Assistentin Kathleen Schreiber mit dem neuen Zylinder-Aufsatz an der Röntgentherapie-Anlage.

Es sind nicht nur die großen Unternehmen wie Bosch oder Infineon, die den hiesigen Technologie-Standort prägen: "Der Mittelstand ist das große Rückgrat", sagt Dresdens oberster Wirtschaftsförderer Robert Franke (41). 28.800 Euro schoss sein Amt zum Projekt hinzu, rund 50.000 Euro investierte die Firma selbst.

Das Ergebnis ist nach einem Jahr Entwicklung seit Februar in der Klinik im Einsatz - ein Zylinder-Aufsatz, der an die Röntgentherapie-Anlage installiert wird und damit Fehlbestrahlungen etwa bei Arthrose oder Bindegewebserkrankungen unmöglich macht.

Was zuvor die Mitarbeiter (fehlerlos) kontrollierten, erfolgt nun automatisiert. "Diese Lösung bietet Patienten wie Mitarbeitern noch mehr Sicherheit", freut sich Klinik-Medizinphysiker Dr. Knut Merla.

Möglich macht es der neue Chip, der die hohe Strahlung aushält. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sollen folgen.

Der Dresdner Chip macht die Bestrahlung noch sicherer.
Der Dresdner Chip macht die Bestrahlung noch sicherer.  © Steffen Füssel

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