Kölner Chaos-Silvester: Verfahren gegen Polizisten eingestellt

An Silvester 2015/16 war es am Kölner Dom zu zahlreichen sexuellen Übergriffen gekommen.
An Silvester 2015/16 war es am Kölner Dom zu zahlreichen sexuellen Übergriffen gekommen.  © DPA

Köln/Aachen - Nach den sexuellen Übergriffen in Köln an Silvester 2015/16 wurde ein Verfahren gegen die an der Einsatzplanung beteiligten Polizisten eingeleitet. Das stellte die zuständige Aachener Staatsanwaltschaft nun ein.

Die Vorkommnisse, die sich in der Silvesternacht um den Kölner Dom und den Hauptbahnhof abgespielt hatten, seien laut der Behörde "ein in dieser Größenordnung unbekanntes Phänomen" gewesen.

"Die taktische Planung und der Personaleinsatz entsprachen den aus den Vorjahren gewonnen Erkenntnissen", heißt es in der Erklärung weiter.

Dementsprechend könne man den an der Einsatzplanung beteiligten Beamten strafrechtlich nichts vorwerfen. Auch wenn sich das Einsatzkonzept im Rückblick als nicht angemessen herausgestellt hat. Unter anderem war auch gegen den früheren Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers ermittelt worden.

Beim Jahreswechsel 2015/16 waren am Kölner Hauptbahnhof zahlreiche Frauen sexuell bedrängt und ausgeraubt worden. Die Vorkommnisse machten weltweit Schlagzeilen. Damals waren mehr als 1200 Anzeigen gegen Tatverdächtige eingegangen, vor allem wegen sexueller Übergriffe und Handydiebstählen.

Hunderte Verfahren wurden eingeleitet, ein Bruchteil der Beschuldigten verurteilt. Der Polizeipräsident Albers wurde wenige Tage später abberufen.

Titelfoto: DPA


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