Silvester in der Arktis: Wann stößt man eigentlich am Nordpol an?

Bremerhaven - Auf dem Forschungsschiff "Polarstern" in der Arktis rutscht die Besatzung zu einem etwas willkürlich gewählten Zeitpunkt ins neue Jahr.

Das Forschungsschiff "Polarstern" liegt bei einer seiner Reisen in der Antarktis an einer Eiskante.
Das Forschungsschiff "Polarstern" liegt bei einer seiner Reisen in der Antarktis an einer Eiskante.  © Stephan Schoen/Alfred-Wegener-Institut, AWI/dpa

"Der traditionelle Zeitbegriff verliert in der Polarnacht und dicht in der Nordpolumgebung etwas seine Bedeutung. Sie können sich die Zeitzone da relativ frei aussuchen", sagte Expeditionsleiter Markus Rex dem Deutschlandfunk.

Die Längengrade, die normalerweise die Zeitzonen festlegen, würden innerhalb kurzer Zeit überquert. "Wir leben zurzeit an Bord der "Polarstern" auf Moskau-Zeit.

Und nach der Bordzeit wird natürlich dann auch angestoßen auf der Brücke mit einem Glas Sekt."

Die "Polarstern" driftet seit Oktober mit dem arktischen Meereis - wegen der Polarnacht derzeit umgeben von ständiger Dunkelheit. Während der insgesamt ein Jahr dauernden Expedition werden insgesamt etwa 300 Wissenschaftler aus 16 Ländern an Bord sein.

20 Länder beteiligen sich nach Angaben des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) an der Mission. Ziel ist die Erkundung des Klimasystems in der Zentralarktis.

Rex selbst, der für das AWI arbeitet, verbringt Silvester nicht auf der "Polarstern", er ist gerade auf dem Rückweg nach Norwegen.

Markus Rex, Leiter des Forschungsteams auf dem Forschungsschiff "Polarstern".
Markus Rex, Leiter des Forschungsteams auf dem Forschungsschiff "Polarstern".  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Titelfoto: Stephan Schoen/Alfred-Wegener-Institut, AWI/dpa


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