Silvester in Köln: Eine Regel gilt überall

Köln/Solingen - Die Gewerkschaften von Polizei und Feuerwehr haben zum Jahreswechsel ein friedliches und respektvolles Verhalten angemahnt.

Silvester am Kölner Dom
Silvester am Kölner Dom  © Christophe Gateau/dpa

Es sei zu befürchten, dass es vor allem in der Silvesternacht wieder vermehrt zu Angriffen auf die Einsatzkräfte komme.

"Dem stellen wir uns entschieden entgegen", betonten am Freitag die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft und die Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen.

Respektlosigkeit bis hin zu körperlicher Gewalt gegen Mitarbeiter von Rettungsdiensten und Polizei nehmen seit Jahren zu, wie die Gewerkschaften beklagten.

Einige attackierte Kollegen seien für einen längeren Zeitraum oder sogar auf Dauer dienstunfähig.

"Wir appellieren an alle Menschen, dass sie die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten ihre Arbeit machen lassen und sie weder behindern, noch angreifen."

Kein Feuerwerk rund um den Kölner Dom

Ein Polizei-Absperrband (Symbolbild)
Ein Polizei-Absperrband (Symbolbild)  © Uwe Herrmann/123rf

Rund um den Kölner Dom wird an Silvester wieder eine feuerwerksfreie Zone eingerichtet - sie gilt sogar für Wunderkerzen.

Der Sicherheitsbereich ist Teil des Silvesterkonzepts, das die Stadt mit der Polizei abgestimmt hat.

Die sogenannte böllerfreie Zone gilt demnach am Silvesterabend ab 18 Uhr - Besucher und deren Taschen, Koffer und Rucksäcke werden an verschiedenen Zugängen kontrolliert. «In diesen Bereich dürfen keine Böller, Raketen oder anderes Feuerwerk mitgenommen werden - dazu gehören auch Wunderkerzen», teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Ähnliche Maßnahmen hatte die Stadt schon in den vergangenen Jahren ergriffen. Sie sind Lehren aus der Silvesternacht 2015/16, in der es zu massiven sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen war.

Neben der böllerfreien Zone plant Köln zum Jahreswechsel auch eine stärkere Beleuchtung in bestimmten Bereichen der Stadt, etwa am Bahnhofsvorplatz. Auf Rheinbrücken gelten Einschränkungen für Fußgänger, Radfahrer und Autos. Zudem soll es ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen und für Lastwagen mit Anhängern in der Innenstadt geben.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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