Silvester mit Hund: Tipps für einen stressfreien Jahreswechsel

Deutschland - Laute Böller, helle Lichter, verbrannte Gerüche und Menschenmassen: Für manche Katzen und Hunde bedeutet Silvester purer Stress.

Oft haben Hunde an Silvester sehr viel Angst wegen des Lärms (Montage).
Oft haben Hunde an Silvester sehr viel Angst wegen des Lärms (Montage).  © Unsplash/Alexander Kagan & 123RF/Susan Richey-Schm
Problematisch wird es, wenn der Hund nicht nur während Silvester, sondern auch danach bei Geräuschen und Lärm extrem schreckhaft oder ängstlich ist. Dieses Verhalten kann sehr einschränkend im Alltag sein oder führt dazu, dass der Hund langfristig unglücklich oder depressiv wird.

Ob sie nur nervös sind oder sogar panische Angst bekommen – Hundehalter sollten sich zum Jahreswechsel auf die Bedürfnisse des Hundes einstellen und Maßnahmen treffen, damit das Ereignis für sie erträglich wird, wie zum Beispiel:

  • Fenster abdunkeln
  • souverän bleiben
  • tagsüber spazieren gehen
  • Hund nicht ableinen

Tipps für ein schönes Silvester mit Hund

Viele Hundehalter fahren weg, um mit ihrem Vierbeiner einen schönen Urlaub fernab der lauten Silvesterböllerei verbringen zu können. Doch nicht jeder hat die Möglichkeit dazu.

Wenn der Hund an Silvester völlig verängstigt in der Ecke kauert, können folgende Tipps helfen, den Jahreswechsel für den Hund möglichst stressfrei gestalten zu können.

Vor Silvester tagsüber lange Gassi gehen

Tagsüber, wenn noch nicht oder kaum geböllert wird, sollte man einen schönen langen Spaziergang mit dem Hund machen. Dann braucht man abends oder nachts nur noch kurz raus, damit der Hund mal schnell Wasser lassen kann. Am besten ganz kurz am frühen Abend und weit nach Mitternacht. Zwischen 21 Uhr abends und 1 Uhr nachts, wenn am meisten herumgeknallt wird, sollte man lieber nicht mit dem Hund an Silvester Gassi gehen.

Den Hund an Silvester nicht alleine lassen

Die meisten Hunde, die an Silvester verängstigt sind, suchen intensiv die Nähe zu Herrchen oder Frauchen. Dieses Bedürfnis sollte man auf keinen Fall ignorieren. Lasst Euren Hund ganz nah bei Euch liegen, bietet ihm aber auch einen gemütlichen Rückzugsort an wie eine Box oder eine Art kleine Höhle. Schafft für Euren Hund eine Wohlfühlatmosphäre, so gut es eben geht.

Souveränität ausstrahlen, wenn laut geböllert wird

Jetzt heißt es, eine gute Balance zu finden zwischen einem ruhigen, aber keinem sorgenvollen Ton. Denn Hunde ticken anders als Menschen: Wenn Besitzer ihrem Hund nämlich allzu mitleidig begegnen, wirkt es auf den Hund so, als sei seine Angst berechtigt. Wer vor dem Hund souverän und gut gelaunt auftritt, signalisiert ihm, alles ist in Ordnung, er braucht keine Angst haben.

Der Hund braucht einen Rückzugsort, wenn er Angst an Silvester hat.
Der Hund braucht einen Rückzugsort, wenn er Angst an Silvester hat.  © 123RF: Yauheni Herasimovich

Den Hund an Silvester nicht ableinen

An Silvester sollte der Hund auf keinen Fall ohne Leine draußen herumrennen, am besten auch nicht auf dem eigenen Grundstück. Sonst kann es zum Beispiel passieren, dass der Hund nach einem lauten Knall vor Schreck wegrennt.

Fenster abdunkeln, wenn Böllerei und Feuerwerk losgeht

Damit die grellen Lichter und Blitze draußen bleiben und den Hund an Silvester nicht verunsichern, sollte man die Fenster in den Räumen, wo sich der Hund aufhält, gut abdunkeln.

Den Hund an die Silvesterknaller gewöhnen

Einige Hundeschulen bieten Trainings an, bei denen die Vierbeiner schon einige Wochen vor Silvester ganz langsam an das laute Knallen gewöhnt werden, die Hunde also desensibilisiert werden. Im Alleingang ist eine Desensibilisierung eher nicht zu empfehlen, da es passieren kann – wenn man es nicht richtig macht – dass der Hund noch mehr Angst vor Knallern bekommt. Ein weiterer Tipp gegen Silvesterstress von spass-mit-hund.de: eine andere Geräuschquelle wie ein Radio laufen lassen, das den Silvesterkrach etwas überdeckt, ohne zu laut zu sein.

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