Keine Zukunft in Tirol: Ex-Hertha-Talent Sinan Kurt auf Vereinssuche

Berlin - Anfang Februar schloss sich das ehemalige Hertha-Talent Sinan Kurt den österreichischen Zweitligisten "WSG Swarovski Wattens" an. Mit den Tirolern schaffte der 22-Jährige den Aufstieg in die Bundesliga, eine Zukunft hat er aber nicht.

Sinan Kurt kam in zweieinhalb Jahren bei Hertha BSC nur zu zwei Kurzeinsätzen.
Sinan Kurt kam in zweieinhalb Jahren bei Hertha BSC nur zu zwei Kurzeinsätzen.  © DPA

"Aufgrund der Ausländerbeschränkung ist es schwierig bzw. nicht möglich, dass wir ihn bei uns behalten", erklärte WSG-Manager Stefan Kick LAOLA1.

Die Bilanz des einstigen Top-Talents: 13 Spiele, davon nur fünf in der Startelf und ein Tor. Der Treffer war allerdings ein wichtiger: Sein Last-Minute-Elfmeter bescherte seinem Ex-Club die Zweitliga-Meisterschaft.

Auch wenn die Statistik nicht gerade berauschend ist, hätte der Aufsteiger ihn aus sportlicher Sicht gerne gehalten. "Er hat immer wieder seine Klasse gezeigt, war ein sehr angenehmer und super Typ. Daher waren wir sehr gewillt, ihn bei uns zu behalten, weil wir überzeugt sind, dass er Talent hat und kicken kann."

Kurt galt einst als einer der größten Talente Deutschlands. 2014 wechselte er als damals 18-Jähriger von Borussia Mönchengladbach zum großen FC Bayern München, konnte sich dort aber nicht durchsetzen.

Im Winter 2016 schnappte sich schließlich Hertha BSC den Techniker. Doch auch in der Hauptstadt blieb ihm der Durchbruch verwehrt. Mal bremste ihn eine Verletzung, mal fiel der Nachwuchsspieler durch unprofessionelles Verhalten auf. In den zweieinhalb Jahren Berlin kam der Flügelspieler auf gerade einmal auf zwei Kurzeinsätze.

Zuletzt hatte er Herthas Ex-Trainer Pal Dardai für sein Scheitern bei der Alten Dame verantwortlich gemacht. "Ich hatte den Kopf nicht frei, weil ich wusste, dass es keine Ebene zwischen dem Trainer und mir gab." Das habe ihm den Spaß am Fußball genommen.

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