Staatshilfen für sächsische VW-Zulieferer

Hendrik Schmidt arbeitet beim VW-Zulieferer Magna in Meerane.
Hendrik Schmidt arbeitet beim VW-Zulieferer Magna in Meerane.

Von Torsten Hilscher

Dresden/Zwickau - Die VW-Krise betrifft auch Sachsen. Der Start des neuen Phaeton verschiebt sich um Jahre, Millionen-Investitionen fallen aus oder stehen auf dem Prüfstand.

Potenziell betroffen sind etwa 750 überwiegend mittelständische Kfz-Zulieferer und Dienstleister im Freistaat. Von den 81 000 Beschäftigten im sächsischen Autobau arbeiten laut Volkswagen Sachsen allein 30.000 in der VW-Zulieferindustrie.

Wirtschaftsminister Martin Dulig (41, SPD): „Die Automobilindustrie ist die umsatzstärkste Industriebranche in Sachsen.“

Daher will der Freistaat Unternehmen helfen, die als Zulieferer von der Krise betroffen sind, etwa mit Liquiditätsdarlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Auch staatliche Bürgschaften stünden Betroffenen zur Verfügung.

Besonders verweist das Ministerium auf das Programm „Rettung und Umstrukturierung“ zur vorübergehenden Stützung der Liquidität. Es ist laut Ministerium mit 14,9 Millionen Euro bestückt. Bislang jedoch hat sich laut Duligs Haus nur eine Firma gemeldet.

Schon weiter sind die Kommunen: Zwickau verhängte wegen geringerer VW-Gewerbesteuereinnahmen eine Haushaltssperre. Chemnitz plant mit einer einstelligen Millionensumme weniger. Dresden erfährt in wenigen Tagen die Steuer-Mindereinnahmen.

Fotos: Hendrik Schmidt, dpa/A.Burgi


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