Sind Gaming-Handys noch zeitgemäß?

Deutschland – Gaming ist so beliebt wie nie zuvor. Längst ist dieser Zeitvertreib in der Mitte der Gesellschaft angekommen und hat in allen Altersgruppen eine treue Anhängerschaft. Im Zuge dieser Entwicklung hat sich auch das Profil des durchschnittlichen Gamers gewandelt.

Der blasse Nerd, der von Chips und Energy Drinks lebt und sich vor dem Bildschirm die Nächte um die Ohren schlägt, ist längst nicht mehr zeitgemäß. Der Gamer von heute könnte genauso gut eine Gamerin sein.

© pixabay.com

Und statt für Action-Titel auf der PlayStation interessiert sie sich vielleicht eher für die Spiele bei https://freispielecasino.com/ auf dem Handy.

Tatsächlich macht Mobile Gaming heutzutage einen großen Anteil des Spielemarkts aus. Trotzdem haben Hardwarehersteller seit jeher Schwierigkeiten dabei, diese Marktnische für sich zu erschließen.

Während spezielle Gaming-PCs sich ebenso wie verschiedene Konsolen größter Beliebtheit erfreuen, sind Gaming-Handys eher ein Flop. Ist es vielleicht endgültig Zeit, diese Geschäftsidee zu begraben?

Eine durchwachsene Vergangenheit

Wer älter als 25 ist, erinnert sich vielleicht noch vage an das Nokia N-Gage. Genauer gesagt an die Fernsehwerbung dafür, die um das Jahr 2003 allgegenwärtig war. Denn das Gerät selbst hat im Alltag wohl kaum jemand zu Gesicht bekommen.

Das N-Gage sollte die Funktionen eines Handys mit der eines Gameboys kombinieren. Dabei scheiterte es grandios: Bereits ein Jahr nach Verkaufsstart wurde die Produktion eingestellt.

Obwohl das N-Gage neue Standards in Sachen Leistungsfähigkeit setzte und durchaus einige hochkarätige Spiele verfügbar waren, konnte es sich auf dem Markt nie etablieren. Als Handy war es unpraktisch, als Spielkonsole aufgrund der klobigen Bedienung nur bedingt zu gebrauchen.

Razer zieht sich aus dem Handymarkt zurück

Rund 15 Jahre später nimmt die Firma Razer, ein Hersteller hochwertiger Gaming-PCs, ebenfalls den Handymarkt ins Visier. Mit einem hochauflösenden Bildschirm, leistungsfähiger Hardware und besonders schnellen Reaktionszeiten sollte das Razer Phone die gehobenen Ansprüche der Gamer bedienen.

2017 erblickte das Razer Phone das Licht der Welt. 2018 folgte das Razer Phone 2, das zusätzlich über ein besonderes Kühlungssystem verfügte. Danach war erst einmal Schluss. Ein Razer Phone 3 gibt es bisher nicht, die Firma hat Stellen in der Handysparte abgebaut und das Modell der 2. Generation wird aktuell zur Hälfte des ursprünglichen Preises abverkauft.

Offensichtlich ist es Razer nicht gelungen, die Zielgruppe zu überzeugen. Das liegt nicht etwa daran, dass sich damit nicht gut spielen ließe. Im Gegenteil, die Grafik ist spitze und auch die neuesten Titel laufen auf dem Gerät gut.

Das Problem ist nur, dass zahlreiche andere Handys das alles im Grunde genommen genauso gut können. Auf der Liste der besten Gaming-Handys von Chip.de ist das Razer Phone 2 aktuell auf Platz 54 – hinter dutzenden von iPhones und Samsung Galaxy Modellen. Autsch.

Gaming kann jeder

Die bittere Wahrheit für Gaming-Spezialisten wie Razer ist diese: Heutzutage ist jedes Handy ein Gaming-Handy. Die Flaggschiff-Modelle von Apple, Samsung, Huawei oder Xiaomi liefern sich Jahr für Jahr einen Wettkampf um neue Hardware-Bestmarken.

Höchstens Einsteiger-Geräte können es sich leisten, die Anforderungen der neuesten Spieletitel nicht zu unterstützen.

Wer sich ein High-End-Smartphone leistet, erwartet in jeder Hinsicht eine überlegene Performance. Für Gaming-Handys gibt es daher einfach nicht genug Luft nach oben, um sich deutlich von der Konkurrenz abzuheben.

Wer weiß, wenn der Smartphone-Wahn eines Tages nachlässt wird der Normalverbraucher tatsächlich andere Ansprüche haben wie der Gaming-Fan. Aktuell sind spezielle Gaming-Smartphones allerdings ziemlich überflüssig.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0