Sitzblockade vor der Dresdner Zeltstadt

Einem Fahrzeug des THW wurde die Weiterfahrt versperrt.
Einem Fahrzeug des THW wurde die Weiterfahrt versperrt.

Dresden - Nach der zunehmenden Kritik an den hygienischen Zuständen im Zeltlager an der Bremer Straße blockierten am Nachmittag etwa 30 Asylbewerber die Zufahrt des Lagers.

Ein THW-Fahrzeug wurde an der Weiterfahrt gehindert. Krankenwagen durften hingegen durchfahren.

Nach ersten Informationen geht es ihnen vor allem darum zu erfahren, wie es mit ihnen weitergeht, wie lange sie noch in dem Zeltlager bleiben müssen.

Darüber hinaus äußerten sie Kritik an den Zuständen und der Versorgung im Lager. Die Lage in der Erstversorgungseinrichtung soll chaotisch sein. Nach der Organisations-Übergabe des Netzwerkes "Dresden für Alle" an das DRK gibt es offenbar große Organisationsprobleme, wie aus dem Lager berichtet wird.

Außerdem sind wohl Streitereien zwischen den verschiedenen Nationalitäten auf so engem Raum Anlass für die Proteste.

Dresdens Bürgermeister für Kultur, Ralf Lunau, und der Verwaltungsbürgermeister, Winfried Lehmann gingen zu den Protestierenden, um mit ihnen über die Situation zu reden.

Kurz vor 19 Uhr beendete die Gruppe dann ihren Protest und löste die Blockade auf.

Unterdessen wurde damit begonnen, die Bewohner des Lagers in Bussen nach Chemnitz zu fahren. Dort sollen sie registriert und medizinisch untersucht werden. Danach geht es zurück nach Dresden. Das berichtet die Sächsische Zeitung.

Dieser Bericht aus dem Lager wird bei Facebook und Twitter geteilt:

Die Bürgermeister Lehmann (Mitte) und Lunau (3.v.l.) im Gespräch mit den Flüchtenden.
Die Bürgermeister Lehmann (Mitte) und Lunau (3.v.l.) im Gespräch mit den Flüchtenden.
Etwa 30 Bewohner des Lagers protestierten mit einer Sitzblockade.
Etwa 30 Bewohner des Lagers protestierten mit einer Sitzblockade.

Fotos: Dirk Hein, Ove Landgraf


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