Eltern empört! Brandenburger Schule will Jugendlichen unter 16 saufen beibringen

Templin - Dieses Projekt sorgt für einen Aufschrei unter den Eltern der Oberschule Templin in Brandenburg! Etwa 90 Schülern der neunten Klassen soll hier auf umstrittene Weise beigebracht werden, richtig mit Alkohol umzugehen.

Das Suchtpräventionsprogramm einer Schule in Templin (Brandenburg) sorgt derzeit für Aufsehen (Symbolbild).
Das Suchtpräventionsprogramm einer Schule in Templin (Brandenburg) sorgt derzeit für Aufsehen (Symbolbild).  © 123RF

Die Idee: Suchtprävention, indem die Schüler unter Aufsicht Alkohol konsumieren, um die Wirkung kennenzulernen. Bis zu 1,3 Liter Bier oder 0,8 Liter Wein/Sekt werden den unter 16 Jahre alten und zum Teil noch gänzlich unerfahrenen Schülern laut Nordkurier empfohlen.

Für viele Eltern ein absolutes No-Go! "Geht's noch?", echauffiert sich Claudia G., deren 15-jähriger Sohn ebenfalls am Projekt teilnehmen sollte. "Erst sollen wir unsere Kinder über die Schäden, die Alkohol und Drogen verursachen, aufklären. Und jetzt wird ihnen schon in der Schule der Alkohol von den Lehrern angeboten."

Experten der Krankenkasse DAK zeigen sich ebenfalls entsetzt von dem Experiment. "Kinder sind keine Versuchskaninchen", so Sprecher Rüdiger Scharf gegenüber Bild. "Das geht auch ohne Alkohol: Bei unserem Projekt 'Bunt statt Blau' kriegen sie eine Rauschbrille aufgesetzt, die einen hohen Promillepegel simuliert."

Dass Jugendliche über die Risiken und Gefahren von übermäßigem Alkoholkonsum aufgeklärt werden sollten, ist im Anbetracht der immer noch zahlreichen Opfer des Komasaufens zwar wichtig, ob dies allerdings die richtige Art und Weise ist, Heranwachsende an den verantwortungsbewussten Genuss von Bier, Wein und Co. heranzuführen - eher fraglich.

Die Schüler sollen unter Aufsicht der Lehrer Alkohol trinken (Symbolbild).
Die Schüler sollen unter Aufsicht der Lehrer Alkohol trinken (Symbolbild).  © 123RF

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