"Alles abgerissen": Lilien nach souveräner Heimpremiere gegen Kiel obenauf

Darmstadt - Zwei Spiele, vier Punkte, Tabellenplatz fünf, wenn auch in einer noch wenig aussagekräftigen Zweitliga-Tabelle. Dennoch merkt man dem SV Darmstadt 98 an, dass die Vorbereitung Früchte getragen hat und man pünktlich zum Saisonstart voll da ist.

Nahezu perfekter Start in die neue Saison: Darüber freuen sich auch die Lilien-Kicker Victor Palsson (Li.) und Tim Skarke.
Nahezu perfekter Start in die neue Saison: Darüber freuen sich auch die Lilien-Kicker Victor Palsson (Li.) und Tim Skarke.

Dies macht sich zum einen an der teils schon sehr gut vorangeschrittenen Integration der Neuzugänge wie Tim Skarke bemerkbar, zum anderen sind auch die "alten Hasen", wie Serdar Dursun bereits in der Frühphase der neuen Spielzeit hungrig auf Erfolg.

Eben diese beiden - Skarke und Dursun - waren es auch, die die Lilien im ersten Heimspiel der Saison am Sonntag zum absolut verdienten Sieg gegen Holstein Kiel schossen - 2:0 (1:0) hieß es am Ende. Der 22-jährige Skarke hatte seinen neuen Arbeitgeber in der Frühphase der Partie nach einem groben Schnitzer der gegnerischen Defensive in Führung gebracht - bereits sein zweiter Saisontreffer.

Nach einigen weniger gut ausgespielten Kontersituationen war es dann der äußerst torhungrig wirkende Dursun, der per Strafstoß für die Vorentscheidung sorgte.

Trotz starker individueller Auftritte, vor allem vom ehemaligen Heidenheimer Skarke, kommt bei den Lilien-Kickern kein Übermut auf - hier steht das Kollektiv im Vordergrund: "Die Jungs haben alles rausgeholt und alles abgerissen, was abzureißen war", sagte Skarke, der gegen Kiel bereits sein zweites Saisontor erzielte.

Grammozis weiter ungeschlagen am heimischen "Bölle"

Auch Ersatz-Keeper Florian Strietzel, der aufgrund der schwerwiegenden Verletzung des neuen Stamm-Torhüters Marcel Schuhen kurzfristig zwischen die Pfosten rücken musste, präsentierte sich souverän gegen die teils überfordert wirkenden Kieler. "Für mich persönlich ist es ein tolles Gefühl. Ich durfte meinen Heim-Einstand geben und dann mit einem Zu-Null-Sieg, da könnte ich nicht glücklicher sein", so der 25-Jährige.

Unter Chef-Coach Dimitrios Grammozis ist man somit weiterhin ungeschlagen im heimischen "Bölle". Und auch die Fans, die zum Anlass der Heimspiel-Premiere endlich die noch im Umbau befindliche Gegengerade nutzen durften, scheinen den Südhessen den ein oder anderen Prozentpunkt mehr an Leistungsfähigkeit abzuverlangen.

"Die Gegengerade sorgt wirklich für ein besonderes Flair, ich durfte ja eine Halbzeit direkt vor ihr spielen, das pusht noch einmal ungemein", sagte Skarke, nachdem am Sonntag rund 4000 Fans mehr ins Merck-Stadion am Böllenfalltor gepasst hatten.

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