Leiche im Horror-Brunnen! Geschäftsmann schuldig

Der Angeklagte muss nun für 7,5 Jahre ins Gefängnis.
Der Angeklagte muss nun für 7,5 Jahre ins Gefängnis.  © DPA

Berlin - Das Skelett lag lange Zeit in einem Brunnen: Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Geschäftsmanns hat das Landgericht Neuruppin den Lebenspartner des Opfers zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

"Der 34-Jährige hat mitbekommen, dass sich sein Partner trennen wollte, dann kam es zu einer Auseinandersetzung", sagte Richter Udo Lechtermann am Mittwoch in Neuruppin. Nach dem Totschlag habe sich der Verurteilte seinerseits wie der Geschäftsinhaber aufgeführt.

Die Indizien belegten zudem, dass der Verurteilte 2009 allein mit dem späteren Opfer aus Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) auf einem Hof in Schönermark (Brandenburg) gewohnt habe. Das Opfer war in jenem Jahr umgebracht und in einem Brunnenschacht am Hof versteckt worden.

Dabei bekam das damals 24 Jahre alte Opfer im Jahr 2009 in Schönermark (Uckermarkkreis) einen heftigen Schlag ins Gesicht, der nach Einschätzung eines Rechtsmediziners tödlich war. "Es könnte ein Schlag mit einem Baseballschläger oder zwei Schläge mit einer Eisenstange gewesen sein", gab der Richter die Erkenntnisse des Fachmannes wieder.

Der Fall hatte für viel Aufsehen gesorgt, weil die Leiche in Decken eingewickelt und mit Steinen beschwert in einem Brunnenschacht auf dem Hof versteckt worden war, wo der 34-Jährige und sein Partner damals wohnten. Die nächsten Mieter fanden die skelettierte Leiche erst zufällig 2015 in dem Brunnen. Die Polizei ließ daraufhin die Telefone des 34-Jährigen und dessen Bekannten überwachen.

Der Verurteilte stammt aus Neustrelitz, wo er schon kurz nach der Tötung das erste Geld vom Konto seines Opfers abgehoben haben soll. Die Verteidigung hatte Freispruch aus Mangel an Beweisen gefordert.


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