Mann pflügt Boden und bringt Knochen an den Tag, Forscher sind begeistert

Gotha - Große Überraschung in Gotha! Ein Jahrtausende altes Grab mit einem Skelett und Beigaben ist im Landkreis entdeckt worden.

In Gotha hat man das durch Zufall gefunden Grab nun genauer untersucht. (Symbolbild)
In Gotha hat man das durch Zufall gefunden Grab nun genauer untersucht. (Symbolbild)  © DPA

Nach bisherigen Erkenntnissen lasse sich der Fund der Jungsteinzeit zuordnen, sagte der zuständige Grabungstechniker vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (TLDA), Frank Jelitzki.

Das gut ausgestattete Grab könnte ihm zufolge aus der Mitte des dritten Jahrtausends vor Christus stammen.

In dem Grab befinde sich das Skelett einer Frau in schlafender Haltung mit den Händen vor dem Gesicht, sagte Jelitzki.

Der Schädel sei so ausgerichtet worden, dass der Blick nach Osten zeigt. Ähnliche Gräber sind in Thüringen durchaus bekannt.

Gefunden wurden eine Amphore und ein weiteres Gefäß. Letzteres ist nach erster Einschätzung Jelitzkis mit für die steinzeitliche Epoche der Schnurkeramik typischen Verzierungen versehen.

Ein ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger hatte im März dem TLDA das Grab auf einem Feld zwischen den Gemeinden Wangenheim und Hochheim gemeldet.

Skelettteile waren dort beim Pflügen zu Tage befördert worden. Zudem wurde bei den archäologischen Untersuchungen eine Siedlungsgrube entdeckt, die bisher aber nicht datiert werden konnte.

Titelfoto: DPA

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