Wegen Schmuddelwetter und Plusgraden: Kleine Skigebiete müssen Saisonstart verschieben

Oberwiesenthal/Bärenstein - Bei den Platzhirschen steppt der Bär, weiter unten stehen die Lifte still! Viele kleine Skigebiete hatten vergangenes Wochenende mit einem Skibetrieb geliebäugelt. Doch Mistwetter und Plusgrade machten dem einen Strich durch die Rechnung.

Auf dem Fichtelberg in Oberwiesenthal herrscht besonders an den Wochenenden großer Andrang an den Skiliften.
Auf dem Fichtelberg in Oberwiesenthal herrscht besonders an den Wochenenden großer Andrang an den Skiliften.  © Uwe Meinhold

Während an den Liften in Oberwiesenthal (914 Meter) reges Treiben herrscht, sieht es im zwölf Kilometer entfernten Bärenstein auf rund 700 Metern ganz anders aus. "Eigentlich wollten wir Samstag öffnen. Doch die Schneehöhe ist durch den Regen auf 15 Zentimeter geschrumpft", erklärt Lift-Betreiber Frank Siegl (56). Heißt also: kein Skibetrieb möglich! "Wir hoffen auf nächstes Wochenende." Auch die Piste am Hirtstein in Satzung ist leer gefegt. Trotz Vorbereitungen fehlte am Ende der Schnee. Nur wenige kleine Skigebiete genießen den Luxus von künstlicher Beschneiung.

Noch weiter unten, auf 350 bis 500 Metern, geht ohne Beschneiung aktuell sowieso nichts. "Unser Lift bleibt geschlossen", so Ulf Uhlig (56) vom Olbernhauer Skiclub. "Um den dritten Advent herum hatten wir zwei Skitage, im Vorjahr insgesamt nur fünf." Zuletzt 2013 geöffnet hatte der Skilift in Zschopau. "2014 wurden unsere Schneekanonen geklaut, seitdem geht nichts mehr", erzählt Betreiber Achim Schaale (43). Auch in Augustusburg stehen die drei Schlepplifte still. Die Beschneiungsanlage wartet auf Minusgrade.

In den Startlöchern steht ebenso der Skiclub Falkenau. Auf knapp 300 Metern ist von Schnee allerdings weit und breit keine Spur. Minimale Hoffnung machen die fünf Schneekanonen. "Um damit Schnee zu erzeugen, brauchen wir minus 5 Grad", so der 2. Vorsitzende Tilo Henkelmann (45). Sobald das Wetter mitspielt, warten zwei Lifte und eine 350 Meter lange Abfahrt auf ihren Einsatz.

Sollte die Schneefallgrenze bis auf 300 Meter sinken, ist der Skiclub Falkenau bereit. Mit fünf Kanonen könnte bei minus 5 Grad beschneit werden.
Sollte die Schneefallgrenze bis auf 300 Meter sinken, ist der Skiclub Falkenau bereit. Mit fünf Kanonen könnte bei minus 5 Grad beschneit werden.  © Uwe Meinhold
Bis es soweit ist, müssen sich Jens Thierbach (44, v. l.), Tony Bäßler (16), Johann (12) und Tilo Henkelmann (45) sowie Tom Klädke (33) gedulden.
Bis es soweit ist, müssen sich Jens Thierbach (44, v. l.), Tony Bäßler (16), Johann (12) und Tilo Henkelmann (45) sowie Tom Klädke (33) gedulden.  © Uwe Meinhold
Nur einen Steinwurf vom Luftkurort entfernt, in Bärenstein, steht der Lift still. Am Hang liegt nicht genügend Schnee.
Nur einen Steinwurf vom Luftkurort entfernt, in Bärenstein, steht der Lift still. Am Hang liegt nicht genügend Schnee.  © Uwe Meinhold

Titelfoto: Uwe Meinhold

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