Stina siegt und sorgt für Glanz beim Ski-Weltcup am Elbufer

Dresden - Die Schwedin Stina Nilsson lief abgezockt. Die Olympiasiegerin setzte immer zum richtige Moment zum Zwischenspurt an, um sich von hinten nach vorn zu arbeiten und gewann souverän den Sprint-Weltcup am Dresdner Elbufer!

Skilanglauf-Weltcup am Dresdner Elbufer. Den Läufern bot sich ein herrliches Panorama.
Skilanglauf-Weltcup am Dresdner Elbufer. Den Läufern bot sich ein herrliches Panorama.

Die 25-Jährige verlieh dem ersten Wettkampftag den Glanz. Zwar verzogen sich die Regenwolken und die Sonne kam etwas raus, aber leider waren nur 2400 Zuschauer in die Arena gekommen.

Etwa 500 weitere standen an der Strecke und auf der Brücke verteilt. Damit war weniger los als noch im Vorjahr.

Die Sportlerinnen sind aber selbst so eine Stimmung längst nicht überall gewohnt und schwärmten. "Die Atmosphäre ist spitzenmäßig. Selbst Stina hat gesagt, dass das hier eine richtig gute Sache ist", berichtete Anne Winkler.

Die 24-Jährige aus Sayda schaffte es als 26. der Quali ins Viertelfinale, doch dort erwischte sie die schwerste Sechser-Gruppe mit Vorjahressiegerin Hanna Falk.

Die Norwegerin war in der Quali die schnellste Zeit (3:41,85 Minuten) über die 1,6 km gelaufen.

Anne wollte im Viertelfinale die Ellenbogen ausfahren und aggressiv laufen. Der Start gelang, aber auf der zweiten Runde platzte sie. "Das muss man einfach so sagen, damit bin ich nicht zufrieden", so die Sächsin. Am Ende war's Platz 29.

Dreifach-Erfolg für die Schwedinnen durch Stina Nilsson (M.), Maja Dahlqvist (l.) und Jonna Sundling.
Dreifach-Erfolg für die Schwedinnen durch Stina Nilsson (M.), Maja Dahlqvist (l.) und Jonna Sundling.  © Eric Münch

Noch einen Rang dahinter landete Nadine Herrmann. Die Bockauerin hatte in ihrem Lauf den Zweikampf gesucht und wollte sich deshalb trotz des letzten Platzes nichts vorwerfen lassen. "Ich habe mir den Stock brechen lassen, deshalb kann man nicht sagen, ich habe nicht alles versucht", so die 23-Jährige. Zumal Bundestrainer Peter Schlickenrieder das Motto ausgegeben hatte: "Wer riskiert, der gewinnt."

Am Ende stand für die Deutschen als beste Platzierung Rang sieben für Sandra Ringwald, die im Halbfinale ausschie. "Ich bin nicht ganz vor gekommen und konnte meinen Speed nicht zünden", so die Schonacherin.

Eine faustdicke Überraschung gab's bei den Männer. Vorjahressieger und Olympia-Zweiter Federico Pellegrino wurde im Viertelfinale auf den letzten Platz seines Laufs strafversetzt. Grund: Der Italiener hatte am einzigen Anstieg den Turbo gezündet, doch dabei war einer seiner Stöcke zwischen die Bretter eines Kontrahenten geraten. Schlickenrieder: "Passiert im Eifer des Gefechts."

Den Weltcup-Sieg holte sich der Norweger Sindre Björnestad Skar. Bester Deutscher war Sebastian Eisenlauer (Sonthofen) auf Platz 16.

Am heutigen Sonntag, ab 10.30 Uhr, geht's mit den Teamsprints ab 10.30 Uhr weiter.

Der Weltcup zog leider nur knapp 3000 Zuschauer ans Elbufer.
Der Weltcup zog leider nur knapp 3000 Zuschauer ans Elbufer.  © Eric Münch

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