Sky-Abonnent kündigt und erhält bitterböse Antwort

Mit seinem Sky-Abo war ein Kunde ganz und gar nicht einverstanden.
Mit seinem Sky-Abo war ein Kunde ganz und gar nicht einverstanden.  © dpa (Symbolbild)

Berlin / Unterföhring - Die Bundesliga-Saison 2017/2018 geht mit einer Neuerung bei der TV-Übertragung einher. Einige Erstliga-Spiele werden nicht mehr bei Sky, sondern nur bei der Discovery-Tochter Eurosport gezeigt. Für einen Abonnenten des Bezahlsenders ein Kündigungsgrund, der zum Streitfall wird.

Wie Der Westen schreibt, hatte sich der Kunde für das Bundesliga-Paket mit dem Namen "Alle Spiele, alle Tore" entschieden, schaute damit allerdings bei einigen Partien - zum Beispiel dem gestrigen Freitagabendspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV, bei dem es zu Übertragungsstörungen auf Eurosport kam (TAG24 berichtete) - in die Röhre.

Deshalb schickte er an den TV-Sender ein Kündigungsschreiben, beharrte auf sein Sonderkündigungsrecht.

Der Kundenservice schickte dem Mann aus Hessen daraufhin eine ausführliche Antwort-E-Mail, bei der ein Satz sofort ins Auge springt: "Somit haben wir Sie im Sack", heißt es dort ganz und gar nicht freundlich.

Dem Kunden wurde laut DWDL die Kündigung bis Sommer 2018 bestätigt. Von einem sofortigen Sonderkündigungsrecht wollte der Sky-Kundenservice jedoch nichts wissen: "Da Sie unser [sic] geblümten Worte offensichtlich nicht verstanden haben, möchten wir uns deutlicher ausdrücken: Sie haben kein Sonderkündigungsrecht!!", lautet die keineswegs in freundlichem Tonfall formulierte Botschaft, begründet auf die AGB.

Daraufhin zog der enttäuschte Kunde seinen Anwalt zu Rate, der das Schreiben laut Der Westen als "unfassbar" eingestuft hat und seinen Mandanten im Recht sieht.

Die Echtheit der Antwort-Mail wurde inzwischen bestätigt. Die Nachricht soll von einem Servicemitarbeiter versandt worden sein. "Die Tonalität des Schreibens" sei in keinster Weise akzeptabel, heißt es gegenüber DWDL.

Mit dem Kunden hätte das Unternehmen bereits Kontakt aufgenommen, um ihn versöhnlich zu stimmen. Der Kundenservice-Angestellte muss hingegen mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen.


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