Schweißfüße überführen Automaten-Sprenger

Leipzig - Die Polizei hat die vermeintlichen Automatensprenger von der Slevogtstraße gestellt.

Gegen 4.27 Uhr detonierte am S-Bahn-Haltepunkt "Leipzig-Slevogtstraße" ein Sprengsatz. Jetzt könnte die Polizei die Verantwortlichen gestellt haben.
Gegen 4.27 Uhr detonierte am S-Bahn-Haltepunkt "Leipzig-Slevogtstraße" ein Sprengsatz. Jetzt könnte die Polizei die Verantwortlichen gestellt haben.  © Ralf Seegers

In der Nacht zum Dienstag hatten Diebe den Fahrkartenautomaten an dem S-Bahn-Haltepunkt gesprengt. Sie verursachten damit einen Sachschaden von rund 10.000 Euro. An die im Automaten befindliche Geldkassette kamen sie jedoch nicht.

Nachdem die Polizei bei der Suche nach den Tätern vorerst erfolglos blieb, stoppten sie in Markkleeberg einen nicht pflichtversicherten roten Ford Fiesta mit gestohlenen Kennzeichen. Bei der Kontrolle der drei Insassen fanden die Ordnungshüter neben Einbruchswerkzeugen auch Böller.

Der 30 Jahre alte Fahrer hatte einen Alkoholwert von 1,98 Promille. Er war wegen mehrerer Verstöße gegen das Sprengmittelgesetz bereits polizeibekannt. An dem Morgen trug er Einweghandschuhe, weshalb sich bei den Beamten der Verdacht schürte, dass das Trio für die Automatensprengung im Leipziger Norden verantwortlich sein könnte.

Dann kam Fährtenhündin "Cobra" zum Einsatz. Der kluge Vierbeiner nahm die Spur des Mannes auf und überführte den 30-jährigen Tatverdächtigen anhand seiner Socken. Daraufhin wurde der betrunkene Mann vorläufig festgenommen. Am Dienstagnachmittag wurde er einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und setzte diesen sogleich in Vollzug.

Die Polizei prüft nun, inwieweit die anderen Insassen des Pkw (18, 20) in die Tat involviert waren.

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